Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden - 2011 | FILMREPORTER.de
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Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden

OriginaltitelTabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden
AlternativFür immer und ewig - Grete und Georg Trakl ; Geschwister Trakl (Arbeitstitel); Tabu - Es ist die Seele ... ein Fremdes auf Erden
GenreDrama
Land & Jahr Österreich/Deutschland/Luxemburg 2011
Kinostart    31.05.2012 (Camino Filmverleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 100 min.
RegieChristoph Stark
DarstellerCarl Achleitner, Peri Baumeister, Rainer Bock, Vera Borek, Claude Breda, Haymon Maria Buttinger
Homepage http://www.tabuesistdieseeleeinfremde...
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Drama über eine inzestuöse Geschwisterliebe

Als Georg Trakl (Lars Eidinger) zum Studium der Pharmazie nach Wien geht, folgt ihm seine Schwester Grete (Peri Baumeister) bald nach. Die talentierte Klavierspielerin will hier als eine der ersten Frauen an der Musikakademie studieren. Vor allem aber will sie an der Seite ihres Bruders bleiben, für den sie mehr als Geschwisterliebe empfindet.

Auch Georg liebt Grete, doch muss ihre inzestuöse Beziehung geheim bleiben. Während Grete von einem gemeinsamen Leben im Ausland träumt, kommt das für den Dichter nicht in Frage. Als beide am gesellschaftlichen Druck zugrunde zu gehen drohen, treffen sie eine radikale Entscheidung: Grete soll ihren 20 Jahre älteren Musikprofessor Albert Brückner (Rainer Bock) heiraten.
Eine Liebesbeziehung zwischen dem Dichter Georg Trakl und seiner Schwester Margarethe ist historisch nicht belegt. Allenfalls in den Gedichten des Künstlers wird das Thema angedeutet. Diese Gedichte und nicht geschichtliche Überlieferungen nahm sich Regisseur Christoph Stark als Idee für sein Drama. Entstanden ist ein packendes Künstlerporträt, das nicht nur von einer verbotenen Liebe erzählt, sondern auch von zwei Persönlichkeiten, die an der zersetzenden Kraft des Tabus zerbrechen.

Neben den überzeugenden Bildern von Kameramann Bogumil Godfrejow, die dem Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts atmosphärisch nahe kommen, wird "Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden" vor allem von der Präsenz seiner Hauptdarsteller getragen. Lars Eidinger verleiht dem Dichter eine fiebrige Nervosität und macht so dessen Verzweiflung angesichts der ausweglosen Lage glaubwürdig. Während Eidinger spätestens mit diesem Film bewiesen haben dürfte, dass er nicht nur auf der Theaterbühne längst zu den großen Schauspieltalenten Deutschlands gehört, ist Peri Baumeister eine Neuentdeckung. Ihr intensives Spiel macht aus Grete Trakl eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit, die zur Gebrochenheit des Dichters im deutlichen Kontrast steht.
Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden

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