Zwei glorreiche Halunken - 1966 | FILMREPORTER.de
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©20th Century Fox

Zwei glorreiche Halunken

OriginaltitelThe Good, the Bad And the Ugly
AlternativThe Good, the Bad and the Ugly
GenreWestern
Land & Jahr Italien 1966
Kinostart    15.12.1967 (20th Century Fox)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 159 min.
RegieSergio Leone
DarstellerEli Wallach, Clint Eastwood, Lee van Cleef, Aldo Giuffrè, Luigi Pistilli, Rada Rassimov
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Einer der besten Western der Filmgeschichte

Joe (Clint Eastwood) hat sich einen ungewöhnlichen Coup einfallen lassen. Immer wieder liefert der schweigsame Kopfgeldjäger Outlaw Tuco (Eli Wallach) an die lokalen Richter aus. Das nach jeder Aktion größere Kopfgeld steckt er ein, um seinen Partner allerdings bei der unvermeidlichen Hinrichtung in letzter Sekunde mit einem gezielten Schuss wieder aus der prekären Situation zu befreien. Die Belohnung teilen die Gauner brüderlich.

Doch als der riskante Trick eines Tages fast schief geht, trennen sich die Joe und Tuco im Streit. Die Suche nach einer versteckten Geldkassette bringt sie jedoch schneller wieder zusammen, als ihnen lieb ist. Da mit allen Wassern gewaschen, versuchen sie ein ums andere Mal, sich gegenseitig auszutricksen. Letztendlich können sie aber nur gemeinsam die 200.000 Dollar finden. Die sind - mehr oder weniger absichtlich - in den Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs verloren gegangen. Doch auch der sadistische Kopfgeldjäger Sentenza (Lee Van Cleef) ist hinter dem Schatz her. Ausgerechnet auf einem Friedhof kommt es zum unvermeidlichen Showdown.
Einer der besten Western der Filmgeschichte! Sergio Leones Dollar-Trilogie hat schnell ihren Platz in die Ruhmeshalle der Filmgeschichte gefunden. Mit dem meisterhaften Abschluss "Il buono, il brutto, il cattivo" versperrt Leone späteren Regiegenerationen auf Jahrzehnte das angesagte Subgenre. Clint Eastwood, Lee Van Cleef und ein erfrischend kauziger Eli Wallach halten gekonnt die Balance zwischen harten Westernelementen und respektlosem Humor.

Sergio Leone beschreibt den Unterschied zu den Western von John Ford so: "Wenn bei meinem Kollegen John Ford einer aus dem Fenster schaut, dann blickt er in eine strahlende Zukunft. Macht bei mir jemand das Fenster auf, weiß man: Der wird jetzt erschossen." Ein weiterer Unterschied ist Leones Geduld: ganze 171 Minuten lässt er sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen. Die epische Breite seines Erzählstils gibt ihm den Raum, seine Figuren vielschichtiger zu skizzieren und die Landschaft fast zum Protagonisten aufzuwerten. Trotz der fast dreistündigen Kinofassung wird "Il buono, il brutto, il cattivo" zu einem der damals erfolgreichsten Kinofilme Italiens.

Mit den ersten Filmen der Trilogie - "Für eine Handvoll Dollar" (1964) und "Für ein paar Dollar mehr" (1965) - hatte Sergio Leone einen Ableger des Western-Genre erschaffen: den Italo- oder Spagetti-Western. Mit seiner ausgeprägten Bildsprache, den harten Schnitten, dem zynisch-ironischen Grundton und einem im Grunde europäischen Blick auf Amerika hat der Regiemeister nicht nur in Europa schnell eine beachtliche Fangemeinde gewonnen. Auch Ennio Morricone brachte die Dollar-Trilogie mit ihrer suggestiv-ironische Musik den internationalen Durchbruch. Als er 1992 mit einem Oscar ausgezeichnet wird, widmet er diesen Leone.
Zwei glorreiche Halunken

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