The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang - 2011 | FILMREPORTER.de
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The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang

OriginaltitelThe Other Europeans in: Der zerbrochene Klang
AlternativThe Other Europeans in: Broken Sound
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland/Österreich/Ungarn 2011
Kinostart    19.04.2012 (1meter60 Film)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 125 min.
RegieWolfgang Andrä, Yvonne Andrä
DarstellerThe Other Europeans, Alan Bern
Homepage http://www.help-other-europeans-film.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten

Musikalische Entdeckungsreise quer durch Europa

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts leben Juden und Roma in Bessarabien (das heutige Moldawien) friedlich miteinander. Die Lautari-Musiker der Roma und die jüdischen Klezmer-Musiker musizieren gemeinsam. Die dabei entstandene Musikkultur geht mit dem Einmarsch der Achsenmächte und den Massenvertreibungen und -vernichtungen der Nationalsozialisten leider verloren.

70 Jahre später haben Klezmer und Lautari kaum noch etwas miteinander zu tun. Musiker beider Traditionen wagen jetzt eine Reise in die Vergangenheit. Gemeinsam wollen sie den Klang der Klezmer-Lautari-Musik neu entdecken. Geleitet wird das Projekt von Alan Bern, einem in den USA geborenen Juden. Seit 20 Jahren lebt er in Deutschland und leitet unter anderem ein jiddisches Festival in Weimar. Er gilt als Wegbereiter des Wiederauflebens von Klezmer-Musik in den letzten Jahrzehnten.

Mit 13 anderen Musikern gründet er zwei Bands, die gemeinsam als The Other Europeans auftreten. Sie begeben sich auf eine zweijährige Entdeckungsreise, die sie durch ganz Europa führt. Doch im Probenraum gibt es genau so viel zu entdecken wie im Archiv der französischen Nationalbibliothek oder in Gesprächen mit erfahrenen Klezmorim und Lautari.
Über den Kontakt zu Alan Bern wurden die Regisseure Yvonne und Wolfgang Andrä auf Berns The Other Europeans-Projekt aufmerksam. Die vielen Unbekannten an dem ambitionierten Forschungsvorhaben faszinieren sie. Ein Problem sind von Anfang an die Sprachbarrieren zwischen den Musikern. Keiner der Beteiligten spricht alle der sechs Sprachen, in denen während der Proben kommuniziert wird.

Während Bern teilweise unter der Last des Durcheinanders zusammenzubrechen droht, gelingt den Regisseuren die Strukturierung ihrer Dokumentation hervorragend. In dem teils chaotischen Ringen der Musiker um Gemeinsamkeiten entdecken sie einen Roten Faden, der den Film zusammenhält. Der Verzicht auf einen Off-Kommentar sorgt für nahtlose Übergänge. Von der Musik untermalte Texteinblendungen gehen flüssig in Proben- und Konzertszenen über. Das Interviewmaterial mit den Protagonisten ist gut ausgewählt, die Ansichten der Projektteilnehmer sind durchweg interessant und spannend.

Filmisch ist "The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang" solides Dokumentationshandwerk ohne Überraschungen, doch der klare Stil überzeugt. Ein kleines Manko bei der Gewichtung gibt es dennoch. Als Zuschauer ohne Vorbildung im Bereich der moldawischen Geschichte wünscht man sich mehr Hintergrundinformationen, um das Gesehene besser in seinen Kontext rücken zu können.
The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang

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The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang

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