Gosford Park - 2001 | FILMREPORTER.de
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Gosford Park

OriginaltitelGosford Park
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien/Deutschland/USA 2001
Kinostart    13.06.2002 (United International Pictures (UIP))
FSK & Länge ab 12 Jahren • 137 min.
RegieRobert Altman
DarstellerMichael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Maggie Smith, Charles Dance, Geraldine Somerville
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Auf Gosford Park trifft sich der englische Landadel zur alljährlichen Treibjagd. Auch der amerikanische Stummfilmproduzent Morris Weissman (Bob Balaban) ist von seiner Lordschaft, Sir William McCordle (Michael Gambon), und dessen Frau Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) eingeladen. Doch hinter der noblen Fassade des herrlichen Landguts offenbaren die illustren Gäste allerlei Schwächen. McCordle ist nicht gerade beliebt. Ihm fehlt es nicht nur am standesgemäßen Auftreten, einige der Gäste sind in großem Maße auf die Gnade und finanzielle Unterstützung des rüden Gastgebers angewiesen. Kammerzofe Mary Maceachran (Kelly Macdonald) voller Vorfreude mit ihrer gestrengen Herrin Lady Constance von Trentham (Maggie Smith) angereist. Zum ersten Mal darf sie ihre Ladyship zu dem gesellschaftlichen Höhepunkt der Saison begleiten. Während die noble Jagdgesellschaft alle Annehmlichkeiten und Privilegien ihres Standes genießen, versucht sich die versammelte Dienerschaft im hochherrschaftlichen Gut zurechtzufinden. Doch die erwürdige Fassade von Gosford Park ist vor Profanem und Tragödien nicht gefeit. Es kommt zu einem schrecklichen Verbrechen.
Der arrivierte US-Regisseur Robert Altman ("Dr. T and the Women") ist in der noblen und muffigen britischen Vergangenheit auf Abwege geraten. In das traditionsgetränkte Ambiente Englands verliebt, vermag Altman die Faszination früherer Werke nicht zu generieren. Stattdessen langweilt und verwirrt er die Zuschauer mit der nicht mehr zeitgemäßen Studie des Hochadels, sowie einem aus unübersichtlich vielen kleinen Episödchen bestehenden Handlungsstrang. Das Verbrechen und seine Aufklärung stehen nicht im Mittelpunkt des Geschehens und wirken seltsam deplaziert. Auch der stetige Perspektivwechsel zwischen der Sicht des Hochadels und der Dienerschaft vermag im Jahr 2002 keine Katze mehr hinter dem Ofen vorzulocken. Gelang es ihm in "Cookie's Fortune" die Tristesse und Besonderheiten des amerikanischen Südens mit viel Witz in einer atmosphärisch dichten Filmerzählung zu konzentrieren, wirkt "Gosford Park" zerfasert und konzeptlos. Darüber können auch diverse Filmpreise (Golden Globe, AFI Award, New York Film Critics Award...) nicht hinwegtäuschen. Vermutlich reicht den amerikanischen Filmkritikern die aufwendigen Kulissen und die wirklich gelungenen Aufnahmen. Photographisch und musikalisch ist der neue Altman gelungen, schade dass die Story derart missraten ist.

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