Jane Got a Gun - 2015 | FILMREPORTER.de
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Jane Got a Gun

OriginaltitelJane Got a Gun
GenreWestern
Land & Jahr USA 2015
Kinostart    31.12.2015 (Universum Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 97 min.
RegieGavin O'Connor
DarstellerNatalie Portman, Joel Edgerton, Ewan McGregor, Rodrigo Santoro, Noah Emmerich, Boyd Holbrook
Homepage http://www.jane-got-a-gun.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Ende gut alles gut: Western mit Natalie Portman

Jane (Natalie Portman) ist mit einem früheren Banditen verheiratet. Bill Hammond (Noah Emmerich) wird nach wie vor von seinen früheren Kollegen gejagt. Tatsächlich spüren diese ihn eines Tages auf und durchsieben ihn mit Pistolenkugeln. Schwer verletzt, gelingt es Bill, sich zu seiner Farm durchzuschlagen, wo Frau und Kind auf ihn warten.

Mit der Gefahr konfrontiert, dass die Bishop-Bande ihr Werk vollenden könnte, bittet Jane ihren Ex-Verlobten Dan Frost (Joel Edgerton) um Hilfe. Der ist nicht gerade erpicht darauf, ihr einen Gefallen zu tun. Schließlich hat Jane ihn einst verlassen, während er im Bürgerkrieg kämpfte. Am Ende lässt sich Dan aber doch überreden. Den beiden steht ein lebensgefährlicher Showdown bevor. Denn die Banditen um Anführer John Bishop (Ewan McGregor) sind nicht nur gefährlich, sie sind auch in der Überzahl.
"Jane Got a Gun" geht eine Entstehungsgeschichte voraus, deren Verlauf so manchen Western-Showdown in den Schatten stellt. Inszeniert werden sollte der Neo-Western ursprünglich von "We Need to Talk About Kevin"-Regisseurin Lynne Ramsay, die das Projekt jedoch von einem Tag auf den anderen zur Empörung der Produzenten verlässt. Für die Besetzung sind zunächst Stars wie Michael Fassbender, Jude Law und Bradley Cooper vorgesehen, die aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls das Handtuch werfen.

Trotz der Querelen, zu denen nach Fertigstellung des Films auch noch Kinostart-Verschiebungen und Premiere-Absagen hinzukommen, ist Regisseur Gavin O'Connor ("Warrior") ein durchaus stimmiger Film gelungen. Inspiriert von Klassikern wie "Die glorreichen Sieben", "12 Uhr Mittags" und den Filmen von John Ford und Sergio Leone, ist "Jane Got a Gun" auf die grundlegenden Erzähl-Momente des Genres reduziert. Es geht um die Sehnsucht des Menschen nach einem glücklichen Leben und die Vereitelung dieses Traumes durch gesellschaftliche Verrohung. Um die Bewegung in eine neue Welt und die Rückschläge, die man an der Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis immer wieder hinnehmen muss.

Ausgehend von dieser Prämisse finden sich auch in "Jane Got a Gun" die Genre-üblichen Motive wie Gewalt, Verrat, Rache und Liebe. Leider aber durchbricht O'Connor die gradlinige Erzählung seines Films immer wieder durch zahlreiche Rückblenden, in denen er die Vorgeschichte der Charaktere erzählt. Durch den heute in Hollywood geradezu krankhaften Drang nach Psychologisierung werden die Figuren für den Zuschauer zwar begreifbar, der Film aber verliert dadurch viel von seiner Poesie - und seiner Geschlossenheit sowieso. Und das Ende? Das darf hier natürlich nicht verraten werden, könnte aber erklären, warum es zu der einen oder anderen Absage aus der Reihe der Kreativen kam.
Jane Got a Gun

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Jane Got a Gun - Trailer

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