Das kleine Gespenst - 2012 | FILMREPORTER.de
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Das kleine Gespenst

OriginaltitelS'chline Gspängst
AlternativS'chline Gspenst
GenreKinderfilm
Land & Jahr Deutschland/Schweiz 2012
FSK & Länge ab 0 Jahren • 91 min.
KinoDeutschland
AnbieterUniversum Film
Kinostart07.11.2013
RegieAlain Gsponer
DarstellerJonas Holdenrieder, Pierre Peters-Arnolds, Matthias Kupfer, Wolfgang Hess, Anna Thalbach, Jaymes Butler
Homepage http://www.das-kleine-gespenst.de
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Verfilmung von Otfried Preußlers Kinderbuch

Auf Burg Eulenstein haust seit Urzeiten ein kleines Nachtgespenst (Stimme Anna Thalbach). Tagsüber schläft es auf dem Dachboden in einer Truhe, nachts tollt es auf dem Gelände der Burg herum und unterhält sich mit dem weisen Uhu Schuhu (Stimme Wolfgang Hess). Trotz des unbeschwerten Lebens innerhalb der alten Gemäuer hat das kleine Gespenst einen großen Traum. Es will den Tag erleben und einmal die Welt bei Sonnenlicht sehen. Alle Versuche, die Nacht ohne Schlaf zu überstehen, schlagen jedoch fehl. Kaum ist die Geisterstunde vorbei, fällt es müde in seine Truhe. Hilfe suchend, wendet sich das kleine Gespenst an Schuhu - und der hat tatsächlich einen Rat. Jedes Gespenst, so die Eule, hat eine innere Uhr. Wenn das kleine Gespenst zu einer anderen Zeit als um Mitternacht geweckt werden will, müsste man alle Uhren in der Burg verstellt. Gesagt getan.

Unterdessen bereitet sich das Städtchen Eulenberg auf die große 375-Jahr-Feier vor. So lange ist es her, als die Eulenbürger den Angriff der Schweden abgewehrt haben. Die ganze Stadt ist für diesen Anlass auf den Beinen. Auch die 4. Klasse der Grundschule Eulenberg bereitet sich auf den großen Umzug vor. Der Apothekersohn Karl (Jonas Holdenrieder) freut sich besonders auf die Feierlichkeiten, hat er doch die Ehre, die Standarte zu tragen. Ob es aber soweit kommt? Denn Karl hat Neider. Er verliert zudem bald auch seine Glaubwürdigkeit. Als er mit seiner Klasse einen Ausflug ins Schloss macht, sieht er das kleine Gespenst. Niemand will ihm das glauben. Als in der Burg zu allem Überfluss auch noch eine kostbare antike Uhr verschwindet, wird Karl des Diebstahls bezichtigt.

Während der Junge immer mehr Probleme bekommt, ist das kleine Gespenst überglücklich. Denn der Rat des Uhus hat geholfen. Durch das Verstellen der Uhren ist es später als sonst aufgewacht. Nun kann es die Welt endlich bei Tageslicht sehen. Die Freude währt aber nur kurz. Denn das Gespenst verträgt das Sonnenlicht gar nicht und wird alsbald pechschwarz. Was tun?
Alain Gsponer gibt sich mit "Das kleine Gespenst" redlich Mühe, Otfried Preußlers gleichnamige Geschichte kindgerecht umzusetzen. Es gibt die für ein Märchen typischen kindlichen Identifikationsfiguren, das fantastische Element in Form eines putzigen Geistes und nicht zuletzt die bösen Erwachsenen, die für Sorgen und Denkweise der Kinder kein Verständnis haben. Wie in einem Märchen üblich, werden die Erwachsenen auch hier ganz schön durch den Kakao gezogen, wobei Gsponer sich richtigerweise Karikatur, Überzeichnung und bisweilen auch Slapstick bedient. Auch die Schauspieler haben dies verstanden und statten ihre Figuren mit übertriebenem Gesten- und Mienenspiel aus.

Leider geht der Abstraktionsprozess nicht weit genug. Anstatt auf Vereinfachung zu setzen, sind Drehbuch und Regie im Verlauf der Handlung vor allem auf Empathie und Identifikation angelegt. So wird überflüssigerweise ein äußerer und innerer Konflikt eingebaut, wenn sich der Junge gegen das ungerechte Vorgehen seiner Eltern und seiner Lehrerin behaupten muss. Nicht nur werden diese Konflikte recht oberflächlich und kolportagehaft behandelt. Der Film verliert durch die Perspektiv-Verlagerung auch viel von seinem Märchencharakter und wird zu einer gewöhnlichen Abenteuer- und Coming-of-Age-geschichte mit Katharsis-Funktion.
Das kleine Gespenst

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Das kleine Gespenst (Anna Thalbach) will die Welt einmal bei Tageslicht sehen. Uhu Schuhu (Wolfgang Hess) weiß Rat. Wenn es alle Uhren in der Burg...  Clip starten
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"Das kleine Gespenst" basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler. Drehbuch und Regie geben sich Mühe, die Vorlage kindgerecht umzusetzen. Letztlich ist der... mehr
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