Tod auf dem Nil - 1978 | FILMREPORTER.de
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Tod auf dem Nil

OriginaltitelDeath on the Nile
AlternativAgatha Christies Tod auf dem Nil
GenreKrimi
Land & Jahr Großbritannien 1978
Kinostart    13.12.1978
FSK & Länge ab 12 Jahren • 140 min.
RegieJohn Guillermin
DarstellerPeter Ustinov, Jane Birkin, Lois Chiles, Bette Davis, Mia Farrow, Jon Finch
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Agatha-Christie-Verfilmung von John Guillermin

Hercule Poirot (Sir Peter Ustinov) ist allzeit bereit - als Detektiv selbstverständlich! Auf einer Urlaubsreise auf dem Nil trifft der weltbekannte Kriminalist auf die Millionenerbin Linnet Ridgeway (Lois Chiles), die ihre Hochzeitsreise genießen will. Doch die Flitterwochen stehen unter keinem guten Stern - sie enden mit ihrem Tod. Zusammen mit Colonel Race (David Niven), nimmt Poirot die ersten Ermittlungen auf. An Bord des Luxusdampfschiffes Karnak scheint es von Verdächtigen jedoch nur so zu wimmeln. Doch wer ist Linnets Mörder? Simon Doyle (Simon MacCorkindale) der frisch angetraute Ehemann und Erbe? Oder etwa die mittellose Jackie (Mia Farrow), die vor Linnet mit Simon verlobt war und diesen nicht aufgeben will? Vielleicht Mrs Van Scuyler (Bette Davis), die mehr als einen Blick auf die Perlen der toten Frau warf? Auch van Scuylers Zofe, Miss Bowers (Maggie Smith), hat genug Motivation für das grausige Verbrechen, denn Linnets Vater hat einst ihre Familie ruiniert.

Jetzt muss die gedemütigte Dame ihr Dasein weit unter ihrem Stand als Zofe darben. Die Schundromanautorin Salome Otterbourne (Angela Lansbury) hingegen fürchtete einen Beleidigungsprozess. Sie hat Linnet in einem ihrer Liebesromane in ein zweifelhaftes Licht getaucht und wurde postwendend von der harten Egomanin verklagt. Durch ihren Tod bleibt der Autorin der Bankrott nun wohl erspart. Auch die anderen Reisende haben allerlei Leichen im Keller und allesamt gute Gründe für die Tat. Poirot hat einen schweren Stand und das Verbrechen schlägt abermals zu.

Hercule Poirot ist ein seltsamer Held: er ist Belgier, dick, unattraktiv, besserwisserisch und schläft zudem mit Haarnetz und Schnauzerhalter. Zugleich ist er der berühmte Detektiv in Agatha Christies Krimikosmos. Die Autorin hat den Voyeur menschlicher Abgründe zwischen Lächerlichkeit und Genie gezeichnet. Dame Christie beteiligte sich persönlich an Ausgrabungen in Syrien und dem Irak. Auch Ägypten hat sie mehrfach besucht. So schöpfte sie aus ihren eigenen Erfahrungen, als sie "Tod auf dem Nil" und "Mord im Orient Expreß" schrieb. Die orientalische Kultur bildet allerdings nur die Kulisse für die eigentliche Handlung. Regisseur John Guillermin ("King Kong") erzählt die Story zwar konventionell aber routiniert.

Seine arrivierte Darstellerriege reicht von Sir Peter Ustinov, Jane Birkin, Bette Davis, David Niven und Mia Farrow bis zu Jon Finch und Lois Chiles. Die Starriege haucht den Charakteren viel neurotisches Leben ein und lässt den Zuschauer über die "unmoderne" Konstruktion hinwegsehen, wenn er sie nicht sogar genießt. Nicht das Verbrechen an sich steht im Mittelpunkt der Betrachtung. Vielmehr werden - wie in einem Prozess - verschiedene mögliche Hypothesen zur Tat überprüft, bis die Wahrheit schonungslos und überraschend ans Licht gezerrt wird. Ein intelligenter Krimispaß der ohne harte Action und übertriebene Emotionen auskommt.

Tod auf dem Nil

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