Brokedown Palace - 1998 | FILMREPORTER.de
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Brokedown Palace

OriginaltitelBrokedown Palace
GenreDrama
Land & Jahr USA 1998
Kinostart    01.06.2000
FSK & Länge ab 12 Jahren • 101 min.
RegieJonathan Kaplan
DarstellerClaire Danes, Kate Beckinsale, Bill Pullman, Jacqueline Kim, Lou Diamond Phillips, Daniel Lapaine
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Claire Danes und Kate Beckinsale landen im Knast

Seit ihrer Schulzeit sind Alice Marano (Claire Danes) und Darlene Davis (Kate Beckinsale) beste Freudinnen. Die jungen Amerikanerinnen unternehmen nach ihrem Abschluss einen gemeinsamen Trip nach Thailand. Zunächst genießen sie ihren Urlaub in vollen Zügen. Kompliziert wird es, als sie Nick Parks (Daniel Lapaine) begegnen. Beide Frauen fühlen sich vom gutaussehenden Australier angezogen, was schon bald zum Streit zwischen den Freundinnen führt. Dabei merken sie nicht, dass sie von Nick bloß an der Nase herumgeführt werden. Als sie sich mit ihm am Flughafen verabreden, taucht er nicht auf. Stattdessen warten bereits Polizeibeamte auf sie, die im Rucksack der Frauen Koks finden. Alice und Darlene beteuern ihre Unschuld, offenbar wurden ihnen die Drogen vom verschwundenen Nick untergejubelt. Nichtsdestotrotz landen beide im Frauengefängnis. Der in Thailand lebende amerikanische Anwalt Hank Green (Bill Pullman) versucht ihnen zu helfen, doch eine baldige Entlassung ist nicht in Sicht.
"Brokedown Palace" erinnert in Grundzügen an Alan Parkers "12 Uhr nachts - Midnight Express" und Joseph Rubens "Für das Leben eines Freundes". Während Parkers Drama durch die schonungslosen Gefängniszustände schockiert, rückt Ruben ein moralisches Dilemma in den Mittelpunkt. Jonathan Kaplans Film konzentriert sich dagegen auf die Beziehung zwischen den zu Unrecht verurteilten Protagonistinnen, die von unbedarften Urlauberinnen zu verzweifelten Gefängnisinsassinnen werden. Die Freundschaft zwischen ihnen ist dementsprechend das Herzstück des Dramas. Trotz der überzeugenden Leistungen von Claire Danes und Kate Beckinsale wird das Potential der Geschichte nicht ausgeschöpft. Die Kritik am unmenschlichen Rechtssystem bleibt eher oberflächlich und auch die Entwicklung des von Bill Pullman gespielten Hank Green vom materialistischen Anwalt zum idealistischen Verfechter der Frauen wirkt unglaubwürdig. Ungeachtet der Schwächen bleibt das Schicksal der Freundinnen bis zum unerwarteten Ende spannend. Das Zeug zum Klassiker unter den Gefängnisdramen hat "Brokedown Palace" aber nicht.
Brokedown Palace

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