Die Legende der Prinzessin Kaguya - 2013 | FILMREPORTER.de
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Die Legende der Prinzessin Kaguya

OriginaltitelKaguyahime no monogatari
AlternativDie Legende von Prinzessin Kaguya
GenreAnimation/Trickfilm
Land & Jahr Japan 2013
Kinostart    20.11.2014 (Universum Film)
FSK & Länge 137 min.
RegieIsao Takahata
DarstellerChloë Grace Moretz, James Caan, Mary Steenburgen, Darren Criss, Lucy Liu, Beau Bridges
Homepage http://kaguyahime-monogatari.jp
Links IMDB
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Zeichentrickfilm nach altem japanischen Märchen

Ein alter Bambus-Sammler findet eines Tages ein Bambus mit einem leuchtenden Spross, in dem ein Baby steckt. Der Mann nimmt das Kind mit nach Hause und nennt es fortan Takenoko - das Bambuskind. Er und seine Frau freuen sich über das Baby und ziehen es liebevoll auf.

Eines Tages findet der Ziehvater im Wald auch Gold und andere Wertgegenstände. Er ist der Überzeugung, dass die Götter Größeres mit Takenoko im Sinn haben, und so zieht er mit seiner Familie in ein größeres Anwesen. Kaguya, wie Takenoko nun genannt wird, soll zu einer Adeligen erzogen werden. Das Mädchen kann sich aber weder an der höfischen Etikette noch an ihren zahlreichen Verehrern erfreuen. Bald stellt sich heraus, dass sie vom Mond stammt und dorthin zurück muss.
Mit "Die Legende der Prinzessin Kaguya" hat Isao Takahata das älteste und wohl bekannteste japanische Märchen - "Die Legende von der Mondprinzessin Kaguya-hime" - adaptiert. Der Stoff sollte bereits Ende der 1950er, Anfang der 60er Jahre für die Leinwand adaptiert werden. Doch das Projekt wird nicht fertig. Stattdessen erscheint ein Buch, mit dem die ursprüngliche Idee des verantwortlichen Studios verwirklicht wird, 'dass sich alle Mitarbeiter am Drehbuch beteiligen' (Takahata).

Die Arbeit an "Die Legende der Prinzessin Kaguya" dauert von der Planung bis zur Realisierung insgesamt acht Jahre und ist die 'Realisierung der Träume und Ideale' Takahatas, wie Produzent Yoshiaki Nishimura beteuert. Um das alte Märchen in die Filmsprache zu überführen, greift der Regisseur zu einer besonderen Technik. Takahata verzichtet auf die heute übliche detaillierte Zeichnung der Figuren, sondern setzt auf eine Ästhetik, die mit ihren zarten und schemenhaften Pastelltönen an alt-japanische Tuschezeichnungen erinnert. Wo es herkömmlichen Animationsfilmen vornehmlich um eine möglichst realistische Darstellung der erzählten Welt geht, zielt Takahata mit seinen spärlichen Farbtönen und groben Strichen auf deren Essenz.

"Die Legende von Prinzessin Kaguya" sollte zeitgleich mit Hayao Miyazakis "Wie der Wind sich hebt" in den japanischen Kinos starten, 'um Druck auf den Regisseur auszuüben und ihn aufzurütteln', so Produzent Nishimura. Letztlich wird der Zeichentrickfilm dann aber doch etwas später als Miyazakis erklärtes letztes Werk veröffentlicht. Dem Erfolg tut dies keinen Abbruch. Allein in Japan spielt der Film mehr als 23 Millionen US-Dollar ein. Auch auf internationalem Terrain lässt die Anerkennung nicht lange auf sich warten. Seine Europa-Premiere feiert "Die Legende der Prinzessin Kaguya" auf dem Filmfestival von Cannes in der Sektion Quinzaine des réalisateurs.

An den Erfolg von Kollege Miyazaki kann Takahata indes nicht ganz heranreichen. Dessen "Wie der Wind sich hebt" findet seine Festival-Plattform im Wettbewerb von Venedig und wird Anfang 2014 für den Oscar als bester Animationsfilm des Jahres nominiert.
Die Legende der Prinzessin Kaguya

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