Ten Minutes older - The Trumpet - 2002 | FILMREPORTER.de
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Ten Minutes older - The Trumpet

OriginaltitelTen Minutes older - The Trumpet
GenreEpisodenfilm
Land & Jahr Deutschland/Großbritannien 2002
Kinostart    19.12.2002 (Ottfilm)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 93 min.
RegieAki Kaurismäki, Spike Lee, Jim Jarmusch
DarstellerMarkku Peltola, Ana Sofia Liaño, Chloë Sevigny, Charles Esten, Yuanzheng Feng, Le Geng
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. Datenbewerten

Sieben namhafte Regisseure haben mit Kurzfilmen zu dem Episodenfilm beigetragen. Ihre Filme interpretieren locker und eigenwillig den im Titel manifestierten Leitgedanken: Zeit und Vergänglichkeit. Dabei unterliegen sie keiner weiteren Vorgabe. Klanghafte Namen wie Aki Kaurismäki, Chen Kaige, Werner Herzog, Wim Wenders, Spike Lee, Victor Erice und Jim Jarmusch garantieren für die Qualität der durch Trompetenmusik verbundene Kurzfilme.
Zwar schwankt die Qualität bisweilen, etwa bei Werner Herzogs haarsträubenden zwar gut gemeinten, aber mit falsch verstandener Pädagogik hantierenden Eingeboreneninterview. Victor Erice's magische Schwarzweiß-Poesie um Geburt und Tod in einem spanischen Dorf ist ein cineastische Leckerbissen. Auch Wim Wenders Rettung vor dem Vergiftungstod in letzter Sekunde imponiert. Es ist ein Parforceritt durch die Halluzinationen eines Autofahrers, der von einem unbekannten Stoff vergiftet mit seinem Wagen den aussichtslosen Versuch unternimmt, über menschenleere Highways ins Krankenhaus zu fahren. Anrührend sind Chen Kaiges Möbelpacker, die den Umzugsauftrag eines freundlichen aber etwas verrückten Mannes annehmen, und bald erfahren müssen, dass dessen Haus und Hof nur noch in der Phantasie existiert. Die Regierung hat das Anwesen längst planiert, um für ein Großprojekt Platz zu schaffen. Den einsamen Mann hat die Entwurzelung seine psychische Gesundheit gekostet. Spike Lee schließlich führt uns in frustrierender Manier noch einmal vor Augen, dass George W. Bush seine Wahl ohne Mehrheit gewonnen hat. Das ist angesichts der politischen Lage beeindruckend und erbitternd zugleich.

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8,5
8,0 (Filmreporter)     
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