Bungalow - 2002 | FILMREPORTER.de
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Bungalow

OriginaltitelBungalow
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2002
Kinostart    06.02.2003 (Basis-Film Verleih)
FSK & Länge 85 min.
RegieUlrich Köhler
DarstellerLennie Burmeister, Lou Dastel, Trine Dyrholm, Devid Striesow
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Paul (Lennie Burmeister) ist eigentlich nur zur Bundeswehr gegangen, um seiner kleinstädtischen Herkunft zu entfliehen. Als es ihm unter den Soldaten zu viel wird, begeht der 19-Jährige Fahnenflucht. So still und gelangweilt, wie er alles anfasst: Er bleibt einfach in einer Raststätte sitzen, statt in den Truppentransporter einzusteigen. Im leeren Bungalow seiner verreisten Eltern in der hessischen Provinz sucht er Zuflucht. Dort stößt er auf seinen Bruder Max (Devid Striesow) und dessen Freundin Lene (Trine Dyrholm). Als ob er nicht schon genug Ärger hätte, verliebt sich der desorientierte Teenager in die attraktive dänische Schauspielerin. Als ihm auch noch die Militärpolizei auf die Schliche kommt, gerät Paul mit Max aneinander. Aus der Lethargie, mit der er durch die schwülen Tage schleicht, wacht er aber noch lange nicht auf.
Wie schmerzhaft der Prozess der Selbstfindung gerade in der Jugend sein kann, das muss auch der Protagonist in der Coming-of-Age-Skizze "Bungalow" erfahren. Zurückgenommen in seiner kargen Bildsprache, immer seinen Figuren zugewandt, begleitet Regisseur Ulrich Köhler in seinem Spielfilmdebüt die Charaktere auf ihrer Suche nach Identität, Liebe und Zuwendung. Zurückhaltend wie die Inszenierung agieren auch die großartigen Schauspieler: Der Laiendarsteller und Skateboard-Profi Lennie Burmeister, die Nachwuchshoffnung Devid Striesow aus Lichter (der Matratzenverkäufer) und die Dänin Trine Dyrholm aus dem Dogma-Meisterwerk Das Fest. "Bungalow" hat nicht viel zu erzählen, der Film ist ein Dokument der Bewegungslosigkeit, der Langsamkeit. Gerade durch Köhlers radikale Beschränkung in Dialog und Geschwindigkeit vermittelt die kompakte Filmskizze ein klares Gefühl vom träge ausgefochtenen inneren Konflikt dieses allzu normalen Paul.

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7,1
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