Raum - Liebe kennt keine Grenzen - 2015 | FILMREPORTER.de
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©Universal Pictures Germany (UPI)

Raum - Liebe kennt keine Grenzen

OriginaltitelRoom
GenreDrama
Land & Jahr Irland/Kanada 2015
Kinostart    17.03.2016 (Universal Pictures International (UPI))
FSK & Länge ab 12 Jahren • 118 min.
RegieLeonard Abrahamson
DarstellerBrie Larson, Jacob Tremblay, Sean Bridgers, Wendy Crewson, Sandy McMaster, Matt Gordon
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Der Weg nach jahrelanger Gefangenschaft ins Leben

"Raum" erzählt ganz aus der Sicht des fünfjährigen Jack (Jacob Tremblay) vom abgeschotteten Leben mit seiner Mutter (Brie Larson) in einem kleinen Gartenhäuschen. Noch nie durfte er die Zimmer verlassen, er kennt nicht das Gefühl, über den Rasen zu tollen oder mit anderen Kindern zu spielen. Trotzdem ist die Behausung für den Jungen sein Zuhause. Er kennt ja nichts anderes - ganz im Gegensatz zu seiner Mutter, die sich ihrer Gefangenschaft schmerzlich bewusst ist.

Sie wird bereits als Teenager entführt, all ihre Fluchtversuche scheitern. Nach einer Vergewaltigung gebiert sie Jack auf der Couch. Das Kind ist nun ihr wichtigster und einziger Ansprechpartner. Er bewahrt sie davor, in ihrer Einsamkeit verrückt zu werden.

Nach der geglückten Flucht müssen sich beide in der Freiheit zurechtfinden. Die Welt ist für Jack gefährlich und fremd. Aber auch seine Mutter hat Schwierigkeiten, vertrauensvoll auf andere Menschen zuzugehen, Beziehungen zu knüpfen und sich in die Gemeinschaft einzufügen. Das enge Band zwischen den beiden wird ihr wichtigster Halt beim Neustart in ein normales Leben.
Das Schicksal mehrerer entführter Mädchen inspiriert die irisch-kanadische Autorin Emma Donoghue zu ihrem Roman "Room", der nach dem Erscheinen 2010 schnell zum Bestseller wird. Die 10-jährige Österreicherin Natascha Kampusch wird entführt und jahrelang in dem kleinen Keller eines Einfamilienhauses in einer Kleinstadt gefangen gehalten. Die Öffentlichkeit ist gerührt, als sich Natascha 2006 selbst befreien kann. Ihre Intelligenz und Resilienz lassen sie das Grauen durchstehen, sie lässt sich nicht unterkriegen. Selten spricht sie öffentlich immer wieder über Momente der Verzweiflung, welche die Aussichtslosigkeit, dem Versteck zu entfliehen, in ihr auslösten. Sie verschweigt dabei auch nicht die Bürde, das Trauma der Gefangenschaft vielleicht niemals ablegen zu können. Ähnlich ergeht es Jaycee Lee D., die erst 2009 in Kalifornien aus einem 18 Jahre währenden Martyrium befreit wird. Die junge Frau wird als Elfjährige von einem entlassenen Sexualstraftäter entführt und gebiert in dessen Gefängnis zwei Kinder. 2007 wird in den USA ein fast ein Jahr vermisstes Mädchen in einem Verlies unter der Treppe eines Einfamilienhauses entdeckt. Der Täter hat die 15-jährige Danielle Cramer entführt und hier versteckt.

"Raum" spielt mit diesen Gefühlen zwischen Hoffnung und Neuanfang auf der einen, Lebensunlust und Rückschlägen auf der anderen Seite. Der 1966 in Dublin geborene Regisseur Leonard Abrahamson ("Frank", "What Richard Did") integriert dafür mit Unterstützung der Autorin die Perspektive der Mutter stärker in die Familiengeschichte und erobert auf dem Filmfestival von Toronto die Herzen der Zuschauer. Die spannende Mischung aus Kammerspiel, Thriller und Drama gewinnt dort den Publikumspreis.
Raum - Liebe kennt keine Grenzen

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