Vorwärts immer! - 2017 | FILMREPORTER.de
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Vorwärts immer!

OriginaltitelVorwärts immer!
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 2017
Kinostart    12.10.2017 (DCM (Delphi Filmverleih))
FSK & Länge 90 min.
RegieFranziska Meletzky
DarstellerMarc Benjamin, Josefine Preuß, Devid Striesow, Jacob Matschenz, Jörg Schüttauf, Tom Keune
Homepage http://https://dcmworld.com/portfolio...
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Turbulente Komödie über die letzten Tage der DDR

Niemand habe die Absicht eine Mauer zu errichten, behauptet Walther Ulbricht schon Wochen vor dem 13. August 1961, der die deutsche Teilung für 28 Jahre zementiert. Im Sommer 1989 fliehen Hunderttausende durch ein Loch im Eisernen Vorhang aus Ungarn in den Westen. Auch Anne Wolf (Josefine Preuß) hat die Schnauze von den vielen kleinen und großen Gängeleien in der DDR satt. Ihr Kind soll hier nicht aufwachsen, daher will sie illegal rüber machen.

Den letzten Anstoß gibt Erich Honecker mit einem Freudschen Versprecher. "Vorwärts nimmer, rückwärts nimmer", verhaspelt sich der Staatsratsvorsitzende. Es wird seine letzte Rede sein. Hunderttausenden in der DDR des Jahres 1989 sehen den Satz als Ausdruck des Starrsinns und der Reformverweigerung eines Regimes, das sich für die Wünsche und Träume seiner Bürger schon lange nicht mehr interessiert.

Ihrem Protest geben sie jeden Montag in Leipzigs Innenstadt unter den wachsamen Augen des Stasi Ausdruck. Anne und der Bürgerrechtler August (Jacob Matschenz) sind unter ihnen, sie haben ihre Angst vor Repressalien der Krake längst abgelegt. Annes Vater Otto (Jörg Schüttauf) erfährt jedoch aus einer sicheren Quelle, dass die greisen DDR-Machthaber die sogenannte chinesische Lösung bevorzugen und die Demo mit Gewalt auflösen wollen.

Um die Panzer zu stoppen und ein Blutbad zu verhindern, reist der Schauspieler und Imitator nach Berlin. Im Zentralkomitee will er den Platz von Erich Honecker einnehmen und die Anweisungen ändern. Sein gewagter Plan wird zur Makulatur, als er mit Erichs Frau Margot (Hedi Kriegeskotte), der kalten und gefürchteten DDR-Bildungsministerin, in deren Haus in Wandlitz landet.
Nach ihrem Ausflug ins Fernsehen, für das sie etliche "Tatorte" und "Sperling"-Folgen inszeniert, kehrt die Potsdamer Regisseurin Franziska Meletzky zu ihren Anfängen zurück, als sie mit "Nachbarinnen" (2004) und "Frei nach Plan" (2007) auf deutschen Leinwänden für Aufsehen sorgt. Mit "Vorwärts immer" legt sie eine brillante Maskerade und turbulente Komödie über die letzten Tage der DDR vor, die die mit ihrer Zivilcourage jener Menschen feiert, die die Mauer zu Fall brachten.
Vorwärts immer!

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Regisseurin Franziska Meletzky inszeniert eine brillante Maskerade und turbulente Komödie über die letzten Tage der DDR. mehr
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