Stronger - 2017 | FILMREPORTER.de
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Stronger

OriginaltitelStronger
GenreDrama
Land & Jahr USA 2017
Kinostart    19.04.2018 (StudioCanal Germany)
FSK & Länge 119 min.
RegieDavid Gordon Green
DarstellerTierre Diaz, Rob DiNinni, Brian Dongelewic, Sunny Duane, Brendan Egan, Kevin Egan
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. Datenbewerten

Blick auf die Opfer des Boston-Marathon-Attentats

Am 15. April 2013 explodieren nahe der Ziellinie des Boston-Marathons in einem Abstand von zwölf Sekunden und einer Entfernung von 190 Metern zwei Bomben inmitten der wartenden Zuschauer und richten ein Blutbad an. Drei Menschen sterben, 260 werden blutüberströmt ins Krankenhaus gebracht, viele sind schwer verletzt.

Einer von ihnen ist Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal), Gelegenheitsjobber, der verzweifelt um die Liebe zu seiner Freundin Erin Hurley (Tatiana Maslany) kämpfte, die zum dritten Mal mit ihm Schluss gemacht hat. Im Ziel will er die Hobbyläuferin überraschen und seine Liebe gestehen. Er steht unmittelbar neben dem Rucksack, in dem die Bombe detoniert. Nur durch den beherzten Einsatz eines Retters, der die Blutungen stoppt, überlebt er. Seine Beine können die Ärzte jedoch nicht retten. Sie müssen amputiert werden.

Jeff hat einen der Attentäter gesehen, seine Beschreibungen bringen die Polizei auf die Spur der beiden tschetschenischen Attentäter. Im Prozess gegen den später für schuldig befundenen Dschochar Zarnajew sagt er als Zeuge aus. Für eine Nation, die sich verzweifelt ihres Willens versichert, dem Terror die Stirn zu bieten, wird Bauman zum Symbol.

Die ungewohnte Aufmerksamkeit geht Jeff jedoch zunehmend auf die Nerven, zumal seine Mutter Patty (Miranda Richardson), die unheimlich stolz auf ihren Sohn ist, ihn zu Auftritten im Rampenlicht drängt. Sie hat in seiner Betreuung plötzlich eine neue Aufgabe gefunden. Nur Jeff helfen der Beifall, die Anteilnahme und die Vereinnahmung nicht, den schwierigen Neuanfang in der Reha zu bewältigen und den Willen zu Leben nicht aufzugeben.
Nachdem "Boston" die Jagd auf die Terroristen beschrieben hat legt Hollywood den zweiten Film zu dem Bostoner Bombenattentat vor. Wie Fatih Akins "Aus dem Nichts" stellt David Gordon Green das Leid der Opfer ins Zentrum seines Dramas, eine Perspektive, die in der aufgeregten Medienwelt schnell aus dem Blickfeld verschwindet.

Jeff Bauman hielt seine Gefühle während seines Krankenhausaufenthaltes in dem autobiographischen Buch "Stronger" fest. Green, Regisseur von "Prince Avalanche", "Die Wahlkämpferin" und "Ananas Express", bleibt seinem realistischen, unaufgeregten Erzählstil treu, was den Film vor übertriebener Heroisierung und falschem Kitsch bewahrt. Er zeigt Bauman als Held wider Willen, der sich zäh ins neue Leben zurück kämpft.

Jake Gyllenhaal zeigt alle Facetten von Baumans wechselvollen und harten Kampf mit den Tücken der medizinischen Hilfsmittel und um Selbstbestimmung. Vor dem Dreh hatte er mehr als eineinhalb Jahre mit Bauman verbracht und lernte dessen medizinischen Betreuer und sein persönliches Umfeld kennen. Für ihn sei das sein Super-Hero-Auftritt, gesteht der Star, der die Mitwirkung in Comicadaptionen oft ablehnte. Für seine Performance gilt er als Oscarfavorit.

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