Erste Ehe - 2002 | FILMREPORTER.de
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Erste Ehe

OriginaltitelErste Ehe
UntertitelEine unmögliche Liebesgeschichte
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2002
Kinostart    10.07.2003 (Movienet Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 92 min.
RegieIsabelle Stever
DarstellerMaria Simon, Nils Nelleßen, Marc Richter, Martin Rheinhardt, Marina Weiss-Burgazlieva, Martin Dean
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Die Gäste sind das Publikum, vor dem Dorit und Alex sich anschreien und schlagen, Zärtlichkeiten und Beleidigungen tauschen, ihre Triumphe auskosten und ihre Verzweiflung herausbrüllen. Ein merkwürdig uninteressiertes Publikum übrigens, das zwar zweimal Tätlichkeiten mit dem Hinweis, alle Anwesenden seien "okay", verhindert, sich aber ansonsten in seinem Amüsierdrang kaum von den Kämpfen des gastgebenden Ehepaares bremsen lässt. Das kann zweierlei bedeuten: Die Gäste führen selbst ähnlich destruktive Beziehungen und finden daher normal, was Dorit und Alex einander antun. Oder es ist ihnen einfach gleichgültig, weil sie sich für nichts und niemanden interessieren als sich selbst. Egal, welche von beiden Möglichkeiten zutrifft: Das teilnahmslose Verhalten der Partygäste macht deutlich, dass "Erste Ehe" nicht zwei psychotische Ausnahmen porträtieren will, sondern eine ganze Generation.
Im Schweinwerferlicht stehen die beiden Protagonisten - zwei junge Schauspieler, Maria Simon und Nils Nelleßen, die hier um ihr Leben spielen. Hass und Liebe, Größenwahn und Erniedrigung, Raserei und Apathie, alles liegt ganz dicht beieinander und zwingt die beiden zu einem schauspielerischen Parforceritt. Maria Simon, gerade als Ariane in "Good Bye, Lenin!" in den Kinos zu sehen, wurde dafür mit dem Max Ophüls-Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Regisseurin Isabelle Stever, die mit "Erste Ehe" ihren ersten langen Spielfilm vorlegt, hat sich auf die Ausdruckskraft ihrer Hauptdarsteller verlassen und den Film ansonsten recht unprätentiös gestaltet. Einmal, etwa zur Halbzeit, versucht sie sich mit illustrierender Musik, doch dieser Ausflug - ebenso kurz wie unvermittelt - bleibt ein Einzelfall und wirkt so, als habe man ein Experiment gemacht und nachher vergessen, es wieder herauszuschneiden.

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