Nobody's watching - 2017 | FILMREPORTER.de
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Nobody's watching

OriginaltitelNadie nos mira
GenreDrama
Land & Jahr Argentinien/USA/Spanien 2017
Kinostart    05.04.2018 (Pro-Fun media)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 102 min.
RegieJulia Solomonoff
DarstellerNadja Settel, Guillermo Pfening, Katty Velasquez, Rafael Ferro, Pascal Yen-Pfister, Petra Costa
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Authentisches Drama eines Neuanfangs

Englisch ohne Akzent ist die Voraussetzung, um in den USA groß herauszukommen, ist sich Diane Kruger sicher. Sonst bleiben nur die raren Rollen von Ausländern. Im "Vermächtnis der Tempelritter" spielt Kruger noch eine deutschstämmige Amerikanerin, mittlerweile spricht sie akzentfreies English. Ihr stehen alle Türen offen. Diesen Sprung schaffen nur wenige Schauspieler aus Europa oder Lateinamerika.

Der Argentinier Nico (Guillermo Pfening) hat einen ausgeprägten spanischen Dialekt und hofft dennoch auf den Ruhm am Broadway. In seiner Heimat ist er ein Star, dem die Fans zu Füßen liegen. Doch die künstlerischen Möglichkeiten sind begrenzt. Schweren Herzens entschließt er sich zum Neustart in New York, wo niemand seinen Namen kennt. Er ist ein Nobody, der mit Hunderten um die begehrten Rollen auf den Brettern der Theater konkurriert.

Von gehässigen Kommentaren und Absagen lässt er sich nicht entmutigen. Er lebt von seinen Ersparnissen und hält sich mit Gelegenheitsjobs als Babysitter, Kellner und Barkeeper mehr schlecht als recht über Wasser. Es fällt ihm aber schwer, die kleinen Nadelstiche für sein Ego und die unerwarteten Niederlagen seinen Freunden in Buenos Aires einzugestehen. Seine Flunkereien drohen aufzufliegen, als sich Besuch aus seiner Heimat am Big Apple ankündigt.
Der Film der argentinischen Regisseurin Julia Solomonoff, die einst selbst ihre Heimat in Richtung Hudson River verließ, kombiniert die uralte Geschichte vom aufstrebenden, verkannten Künstler, der sich durch Nackenschläge nicht entmutigen lässt und sich durchbeißt, mit den Schwierigkeiten eines Neuanfangs in der Fremde. Dass sie auf eigene Erfahrungen zurückgreifen konnte, gibt dem Film Wahrhaftigkeit und Authentizität, die sie mit einem gesunden Schuss Selbstironie würzt.

Die Jury des von Schauspiellegende Robert De Niro gegründeten New Yorker Tribeca Filmfestival, wo der Film 2017 seine Premiere feiert, zeichnete Hauptdarsteller Guillermo Pfening mit dem Preis als bester Schauspieler aus. Sie lobte seine Darstellung außerordentlicher Verletzlichkeit und Engagements, die den Film trage.
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