Once Upon a Time... In Hollywood - 2019 | FILMREPORTER.de
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Once Upon a Time... In Hollywood

OriginaltitelOnce Upon a Time in Hollywood
AlternativUntitled Quentin Tarantino Movie
GenreKrimi, Thriller
Land & Jahr USA/Großbritannien 2019
KinoDeutschland
AnbieterSony Pictures
Kinostart08.08.2019
RegieQuentin Tarantino
DarstellerMargot Robbie, Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Dakota Fanning, Sydney Sweeney, Al Pacino
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Quentin Tarantino blickt in Hollywoods Abgründe

Quentin Tarantinos " Once Upon a Time in Hollywood" ist im Jahr 1969 in Los Angeles angesiedelt. Im Zentrum der Handlung stehen der in die Jahre gekommene Westerndarsteller Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und dessen Stunt-Double Cliff Booth (Brad Pitt). Die beiden versuchen immer noch, in einem Hollywood zu bestehen, das sie nicht wiedererkennen. Immerhin: Der Schauspieler hat eine berühmte Kollegin als Nachbarin: Sharon Tate. Die attraktive Nachwuchsdarstellerin und Ehefrau des erfolgreichen Regisseurs Roman Polanski ist im Sommer 1969 hochschwanger, als sie und ihre Freunde auf bestialische Weise von Mitgliedern der Sekte von Charles Manson ermordet werden.
Der tragische Mord an Sharon Tate am 9. August 1969 ist Dreh- und Angelpunkt von "Once Upon a Time in Hollywood". Ein Manson-Film, als welche die neunte Spielfilm-Regierarbeit von Kultregisseur Quentin Tarantino im Vorfeld durch die Medien geistert, ist der Thriller indes nicht. Die Person Charles Mansons wie auch die schrecklichen Geschehnisse an dem Tag im August sind vielmehr unterschwellig in der Erzählung präsent und dienen als Symbol für die Abgründe des Summer of Love auf der einen und das Ende der glanzvollen Hollywood-Ära auf der anderen Seite.

Auf den Wandel innerhalb der Traumfabrik verweist bereits der Titel, mit dem sich der postmoderne Regisseur und Drehbuchautor einmal mehr vor sein großes Vorbild Sergio Leone verbeugt. Dessen zeitlosen Klassiker "Once Upon a Time in the West" (dt. Titel: "Spiel mir das Lied vom Tod") und "Once Upon a Time in America" ("Es war einmal in Amerika") sind nicht nur brillante Western- bzw. Gangstererzählungen, sie bieten auch kritische Reflexionen zur Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika im 19. resp. 20. Jahrhundert.

"Once Upon a Time in Hollywood" ist der erste Film Tarantinos, der nicht von der Weinstein Company produziert und verliehen wird. Das Filmstudio verliert seinen angesehensten Regisseur, nachdem Firmen-Mitgründer Harvey Weinstein wegen etlicher Vorwürfe wegen sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigung von Nachwuchsschauspielerinnen seinen Posten räumen muss. Nach einem Bietergefecht setzt sich Sony Pictures als neues Produktions- und Verleihstudio Tarantinos durch.

Kurz vor Drehbeginn droht dem ehrgeizigen Projekt jedoch das vorzeitige Aus. Angeblich zieht Sony in Erwägung, die Zusammenarbeit mit Tarantino zu beenden, weil auch der für Negativschlagzeilen sorgt. Der Filmemacher räumt Anfang 2018 ein, im Zusammenhang mit einem Autounfall von Uma Thurman während der Dreharbeiten zu "Kill Bill" fahrlässig gehandelt zu haben. Etwa zur selben Zeit taucht ein Interview aus dem Jahr 2003 auf, in dem Tarantino behauptet, dass Samantha Geimer, die in den 1970er Jahren als 13-Jährige mutmaßlich von Filmemacher Roman Polanski unter Drogen vergewaltigt worden war, den Sex gewollt habe. Auf dem Höhepunkt der MeToo-Debatte wird diese Äußerung Tarantino und seinem neuen Filmprojekt fast zum Verhängnis.

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