Good Film Food - 2003 | FILMREPORTER.de
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Good Film Food

OriginaltitelGood Film Food
GenreKurzfilm, Kompilation
Land & Jahr Deutschland 2003
Kinostart    30.10.2003 (Salzgeber & Co. Medien)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 80 min.
RegieHolger Ernst, Stefan Grandinetti, Sven Falge
Homepage http://www.goodfilmfood.de
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Kurzfilme mit ökologischem Hintergrund

Stefan Klinkers "Das Feinste vom Feinsten" ist mit Kreuzberger Jugendlichen gedreht. Der musikalische Rahmen des Dreiminüters wurde von Konstruct-DJ Leonidas Danezos live zum Schnitt gemixt. Vier Teenager bekommen einen seltsamen Auftrag: Sie sollen das Feinste vom feinsten besorgen. Der Auftraggeber versteht offenbar keinen Spaß, die Kids aus dem Kreuzberger Kiez düsen los Richtung Supermarkt, sie klauen die Leckereien mit äußerster Virtuosität. Erst zurück im Treppenhaus wird der Hintergrund der Aktion deutlich.

Von Paul Sebastian Moreau und Florian Höllrigl stammt der Beitrag "Müller vs. Rengo". Herr Müller hat keine besonders differenzierte Meinung dem Ökologischen Landbau. Familie Müller lebt am Stadtrand im fünften Stock eines Mietshauses. Als Frau Müller bei einem Preisausschreiben einen Tag auf einem ökologisch bewirtschafteten Bauernhof gewinnt, bröckelt der Wiederstand in kürzester Zeit.

"Planting in Realtime", der Kurzfilm von Kathrin Desch und Thorsten Greiner entstand auf der Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Maschinen und Pflanzen begegnen sich in diesem fast abstrakten, grafischen Beitrag in. Der landwirtschaftliche Zyklus Aussat, Wachstum, Ernte und erneuter Bodenbearbeitung spiegelt sich auch in der Struktur des Filmes.

Jenny Kreis hat eine besonders lustige Idee umgesetzt. In ihrem Imagefilm "Readme" lesen Kinder die Zusatzstoff-Liste von Süßwarenpackungen ab: gewissenhaft wenn sie auch nicht begreifen, um was für Stoffe der Chemie- und Lebensmittelindustrie es sich hierbei handelt.

"Wie die Maus mit dem Ohr am Rücken" stammt von Nikolas Moeller und Niko Apel, die an der Universität der Künste Berlin und der Filmakademie Baden-Württemberg studieren. Talib und Kalle treffen sich wie immer an Mehmets Dönerimbiss. Doch heute ist nichts wie an den anderen Treffen der Freunde, denn Kalle hat schon zu Hause gegessen.

"Der feine Unterschied" von Sven Falge und Markus Matschke zeigt einen kleinen Jungen beim Einkauf mit seiner Mutter. Dabei gelingt es dem Kind, beim Kontakt mit den Nahrungsmitteln deren Entstehungsort zu gelangen. Mit diesen Erfahrungen versehen, versucht er seine Mutter zu überzeugen ökologischer einzukaufen, als bisher.

"Der Pferdebauer", der Kurzfilm von Ulrich Crüwell, Yoliswa Gärtig und Kristian Stern, dreier Studenten der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, Potsdam-Babelsberg handelt von Thomas Kessler. Thomas betreibt seine 18 Hektar große Demeter-Gemüselandwirtschaft mit Pferdekraft. Gemeint ist nicht die Stärke der Traktorenmotoren als vielmehr die Kraft von Kaltblütern. Seit 1996 wird sein Hof derart bearbeitet. Der Grund für die altertümlich anmutenden Arbeitsweise sind ökonomische Zwänge, denn der Boden eignet sich nicht für die industrialisierte Landwirtschaft.

"Urlaub mit Anpacken", der Kurzfilm von Filmstudenten Michael Würfel und Traudi Hiedl portraitiert eine Gruppe junger Leute, die freiwillig auf Biohöfen aushelfen.

Auch "Salami oder Chicoree" beschäftigt sich mit ökologischer Landwirtschaft, Die Familie Merzinger stellt ihre Produktion seit einiger Zeit auf Ökoprodukte um. Mithilfe einer fiktiven Vorabendsendung mit dem glatten Moderator Robert van der Weiden verbreitet der Kurzfilm seine Botschaft.

Der Spot "Dog Food" nimmt sich dem Hundefutter an. Auch hier steht die ökologische Produktion desselben im Vordergrund des Interesses.

In Nicolás Dominic Wideras "Experten" finden sich in einem weißen Raum zwei identisch aussehende Äpfel in unmittelbarer Nachbarschaft. Zwei Raupen nähren sich an den Äpfeln, doch währen die eine Raupe ihren Apfel mit mehreren, von ihrer Fresssucht motivierten Tunneln durchlöchert, scheint die rechte Raupe keine schmackhaften Stellen ihres Apfels zu finden und knabbert lustlos an dem ungenießbaren Stück, bevor sie den zweiten Apfel entdeckt...

"I'm walking" von Bodo und Gero von Braunmühl bezeugt ein Rennen von Turbo-Batterie-Legehennen. Es kann nur einen Sieger geben, bei dem verrückten Hühnerrennen, und John Lee Hookers gleichnamiger Song gibt den angemessenen musikalischen Hintergrund.

Stefan Grandinetti und Holger Ernst ist mit "Natur Pur" nach eigener Aussage eine Hommage an die Natürlichkeit, gemeint ist natürlich die natürliche Weise, Nahrungsmittel anzubauen, die Ökologische Landwirtschaft.

Dana Linkiewicz hat sich mit der Kamera einer "Sommerwiese" angenommen. Ihre Liebeserklärung an satte Gräser, saftigem Ampfer, rotem Mohn und dem leuchtend blauen Himmel ist wie ein Märchen inszeniert.

Mona Sibai studiert an der Universität der Künste in Berlin. Sie hat mit "Thea" und "Loft" sind kurze Komödien mit einem melancholischen Unterton. Sie handeln von der Kuh Thea und dem Loft, einer kleinen Farm mit Fahrstuhl. Das Loft ist ein utopischer Ort inmitten der Großstadt.
Die Development Agentur Script House hat Filmhochschul-Studenten aus der ganzen - auch der städtischen Bundesrepublik - eingeladen, Kurzfilme, Imagefilme und Werbespots zu drehen. Der Wettbewerb mit dem Thema "Landwirtschaft, biologischer Landbau und seine Produkte" wurde vom Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ausgerufen. Der Spezialist für Dokumentarfilme, Salzgeber, hat die ausgezeichneten Filme fürs Kino zu einer Öko-Rolle zusammengefasst und in seinen verleih aufgenommen.

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