Vaterland - 2002 | FILMREPORTER.de
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Vaterland

OriginaltitelVaterland
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2002
Kinostart    20.11.2003 (Salzgeber & Co. Medien)
FSK & Länge 100 min.
RegieThomas Heise
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Heilich geführte Gespräche mit DDR-Bauern

In seiner Kindheit wurde nicht über das Lager gesprochen, in dem der damals neunzehnjährige Vater mit seinem jüngeren Bruder Hans interniert waren. Die Großmutter war eine atheistische verwitwete Jüdin, sie war mit einem Kommunisten verheiratet gewesen - zwei Gründe zuviel, um die dreißiger Jahre im Dritten Reich unbeschadet zu überleben. Sie zeigt dem kleinen Thomas Heise die Briefe aus dem Lager. Doch erst nach ihrem Tod, bei einem Sonderurlaub von der Volksarmee in Peenemünde, liest Heise Vaters und dessem Bruders Briefe. Ihr Grundton scheinen sich wenig von seinen eigenen Briefen von der deutschen Volksarmee zu unterscheiden, lenken von den tatsächlichen Geschehnissen und Gefühlen der beiden Jugendlichen ab. Heise begibt sich auf das ehemalige Gelände des Lagers, das nach dem Krieg als sowjetischer Flugplatz genutzt wird. Mit seinem Vater fährt er in den siebziger Jahren nach Straguth, der reagiert unsicher, bewegt sich wie ein Fremder an dem Ort seines Leidens. Es kommt zu keinem Gespräch mehr über das erlebte, der Vater verstirbt kurz darauf an einem Herzinfarkt.
Mit einer von Heiner Müller illegal nach Ostberlin geschmuggelte Videokamera dokumentiert der Filmemacher Gespräche mit Bauern, und alles andere, was er an diesem Ort findet. Einer der Menschen hier sagt ihm, dass er froh ist, dass er hier sei, aber er müsse doch nicht glücklich sein.
Vaterland

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