Lilja 4-Ever - 2002 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

Lilja 4-Ever

OriginaltitelLilja 4-Ever
GenreDrama
Land & Jahr Schweden/Dänemark 2002
Kinostart    04.12.2003 (Arsenal Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 109 min.
RegieLukas Moodysson
DarstellerOksana Akinshina, Artiom Bogucharskij, Elina Benenson, Lilia Sinkarjova, Pavel Ponomarjov, Tomas Neumann
Homepage http://www.arsenalfilm.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Die 16-jährige Lilja (Oksana Akinshina) wohnt mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in einer grauen, heruntergekommenen Vorstadt irgendwo in der ehemaligen Sowjetunion. Ein trostloser Ort, an dem nur wenig Aussicht auf ein besseres, menschenwürdiges Leben besteht. Als Liljas Mutter mit ihrem Geliebten in die USA auswandert, Lilja aber in Russland zurücklässt, muss sich die Teenagerin allein durchs Leben schlagen. Einzig der 11-jährige Volodya (Artiom Bogucharskij) steht ihr zur Seite, als sich Liljas Tante ihre Wohnung unter den Nagel reißt und Lilja in ein heruntergekommenes Loch verfrachtet. Bald bleibt Lilja nur noch der Gang in die Prostitution. Als Lilja den jungen Andrei kennen lernt, der sie mit nach Schweden nehmen will und ihr eine bessere Zukunft verspricht, scheint sie endlich das Glück zu finden - doch es entpuppt sich als katastrophales Unglück: Lilja ist einem Menschenhändler-Ring auf den Leim gegangen und wird in Schweden, nachdem man ihr den Pass abgenommen hat, als sklavenähnliche Prostituierte gehalten. Nur ihre Fantasie kann man Lilja nicht nehmen, und so verfällt sie nach und nach in ihre eigene Traumwelt.
Der schwedische Filmemacher Lukas Moodysson ("Raus aus Åmål") nimmt sich in einem schweren und dunklen Themas an, das gern ignoriert wird. Es geht um den Menschenhandel, der zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken und dem vermeintlichen europäisch-zivilisierten Abendland regelrecht floriert. Ein knallharter Song der düster-deutschen Band Rammstein eröffnet den Film, während wir in wackeligen Bildern ein Häuflein Elend - die flüchtende Lilja - entlang einer verlassenen Straße verfolgen. Moodyssons Film ist niemals effekthascherisch, das Thema eben von Haus aus einfach äußerst dramatisch. Als Gegenentwurf zur kaum zu ertragenden Realität zeigt Moodysson in poetischen, fast märchenhaften Sequenzen die Traumwelt, in die sich Lilja flüchtet, als ihr die Realität ausweglos erscheint. Ein starker, bewegender, verstörender, und auf jeden Fall sehenswerter Film.

Bewertung abgeben

Bewertung
7,2
7,0 (Filmreporter)     
 (6 User)

Meinungen

Der Film ist richtig heftig. Da weiß man schon am Anfang, dass das kein gutes Ende nehmen kann! Unbedingt anschauen!
05.08.2013 10:54 Uhr - ulysses25

Ein unglaublich aufwühlender Film, der das Thema Menschenhandel schonungslos auf die Leinwand bringt. Lukas Moodyssoner setzt es realistisch und ungeschönt um. Zeitweise wirkt... mehr
02.05.2013 13:05 Uhr - hennivf

der absolute wahnsinn der film! ist ziemlich hart, aber fesselt über die ganze zeit hinweg. sehr empfehlenswert, für all diejenigen, die reales kino lieben
05.05.2010 11:01 Uhr - klopsl

Trailer: 

Lilja 4 Ever

Der schwedische Filmemacher Lukas Moodysson ("Raus aus Åmål") nimmt sich dem Thema Menschenhandel an. Dieser floriert zwischen den ehemaligen...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Lilja 4 Ever

Von ihrer eigenen Mutter verlassen, fristet die 16-jährige Lilja (Oksana Akinshina) in einer heruntergekommenen russischen Vorstadt ein kümmerliches Dasein. Als sie einen Mann... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de