Der Schmetterling - Le papillon - 2002 | FILMREPORTER.de
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Der Schmetterling - Le papillon

OriginaltitelLe Papillon
GenreDrama
Land & Jahr Frankreich 2002
Kinostart    11.03.2004 (Kool Filmdistribution)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 83 min.
RegiePhilippe Muyl
DarstellerMichel Serrault, Claire Bouanich, Nade Dieu, Françoise Michaud, Hélène Hily, Pierre Poirot
Homepage http://www.koolfilm.de/schmetterling/...
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Die achtjährige Elsa (Claire Bouanich) ist gerade mit ihrer Mutter nach Paris gezogen - doch weil die sich nicht um ihr Kind kümmert, muss diese Aufgabe bald der ältere Nachbar Julien (Michel Serrault) übernehmen. Widerwillig versteht sich - denn der alte Mann ist zwar ein begeisterter Sammler und Liebhaber von exotischen Schmetterlingen, aber mit Kindern, so scheint es zunächst, kann er nicht viel anfangen.

Seine Ruhe scheint ihm aber gewiss, als er zu einer mehrtägigen Suche nach einem seltenen Schmetterling, dem Isabellefalter, in die französischen Alpen aufbricht. Doch Elsa hat sich als blinder Passagier in sein Auto geschmuggelt und weiß mit kindlicher Fantasie zu verhindern, dass sie gleich wieder nach Hause geschickt wird. Also nimmt Julien das Mädchen mit auf seine Bergwanderung, und langsam bröckelt sein Widerstand gegen Elsa angesichts ihres aufgeweckten Charmes dahin.
Ein Film, so schön wie die Erinnerung einer Enkelin an ihren Lieblingsgroßvater! Filme über ungleiche Paare gibt es viele, und so ist das Ziel dieser filmischen Reise schnell klar - doch der Weg dorthin wird von Michel Serrault und der jungen Entdeckung Claire Bouanich so liebevoll zurückgelegt, dass man gern darüber hinweg sieht. Es ist herzerwärmend, mit anzusehen, wie die neugierige Elsa den knurrigen alten Mann mit ihren Fragen löchert und mit ihren Beobachtungen entlarvt: So zum Beispiel, wenn sich Julien über einige Wilderer aufregt, die ein Reh tot schießen, sich aber wenig später nichts dabei denkt, einen Schmetterling in Chloroform zu betäuben.

In Zeiten, in denen Filme meist zynisch, spezial-effekthascherisch oder gar beides sein wollen, mutet die zurückhaltende Inszenierung des französischen Regisseurs Philippe Muyl wie eine wahre Oase der Ruhe an. Die Spannung weiß Muyl dennoch mit treffsicheren Dialogen und charmanten kleinen Episoden aufrecht zu erhalten, die aber nie vom Thema wegführen, sondern es gerade zum Ende hin wunderbar verdichten.

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