Filmkritik: Danny Boyle über Apple-Gründer Steve Jobs | FILMREPORTER.de
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Feature

Steve Jobs (Michael Fassbender) repräsentiert Apple
Aus dem Leben eines genialen Exzentrikers

Danny Boyle über Apple-Gründer Steve Jobs

Großartiges Filmportrait des Apple-Firmengründers Steve Jobs. Regisseur Danny Boyle und sein Hauptdarsteller Michael Fassbender erweisen sich als kongeniales Duo. Mit der Macintosh-Einführung im Jahr 1984 will Jobs die Computerwelt revolutionieren - der Erfolgsdruck ist dabei immens.
Von  Timo Buschkämper, Filmreporter.de, 23. Oktober 2015

Danny Boyle am Set von "Steve Jobs"

Danny Boyle am Set von "Steve Jobs"

Michael Fassbender ist Steve Jobs
Im Jahr 1984 stellt Steve Jobs (Michael Fassbender) der Weltöffentlichkeit den Macintosh-Computer aus dem Hause Apple vor. Es soll der erste Mikrocomputer mit grafischer Benutzeroberfläche sein, der an der Ladenkasse erfolgreich ist und in großer Stückzahl produziert werden soll. Wenige Minuten vor der Präsentation hat Firmengründer Jobs allerdings noch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Der Prototyp funktioniert nicht einwandfrei, sein einstiger Partner Steve Wozniak (Seth Rogen) bittet ihn um einen persönlichen Gefallen und seine Ex-Freundin Chrisann Bennan (Katherine Waterston) fleht ihn an, ihre fünfjährige Tochter Lisa (Makenzie Moss) endlich als sein Kind anzuerkennen.

Einzig Assistentin Joanna Hoffmann (Kate Winslet) behält in dem Chaos einen klaren Kopf. Als dann jedoch noch Jobs Geldgeber John Sculley (Jeff Daniels) die Szenerie betritt, wird es endgültig ernst, denn eines ist klar: Der Macintosh muss ein Erfolg für Apple werden.

Apple-Gründer Steve Jobs (Michael Fassbender)

Apple-Gründer Steve Jobs (Michael Fassbender)

Exzentrisch, revolutionär und detailverliebt
Regisseur Danny Boyle konnte den Kinobesucher in den vergangenen 20 Jahren schon des Öfteren von seiner Schaffenskunst überzeugen. Mit Filmen wie "Trainspotting - neue Helden", "Slumdog Millionär" und "127 Hours" schuf der Brite erfolgreiche und vielfach prämierte Leinwand-Inszenierungen. Dies gelingt ihm auch in seinem neuesten Werk. Der verstorbene Apple-Firmengründer Steve Jobs galt zeitlebens als exzentrisch, revolutionär und detailverliebt.

Boyle zeigt all diese Charaktereigenschaften glaubhaft und konzentriert sich auf drei wegweisende Ereignisse in Jobs Biographie: die Macintosh-Einführung, die Gründung der Firma NeXT Computer sowie die Präsentation des iMac gegen Ende der 1990er Jahre. Dabei heften sich ähnliche Probleme immer wieder an die Fersen des Querdenkers, während sich manche Angelegenheit positiv entwickelt - und viele Pläne scheitern. Hauptdarsteller Michael Fassbender brilliert in der ihm zugedachten Rolle und ist Garant für kurzweilige Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de - 23. Oktober 2015

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