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X-Men: Der letzte Widerstand
Mutant oder Mensch?

Das Ende ist nah

Wer möchte nicht über Superkräfte verfügen? Wäre es nicht schön fliegen oder Gedanken lesen zu können? In der X-Men Welt gibt es viele menschliche Mutanten, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Manche von Ihnen missbrauchen ihre Kräfte, um die Menschen zu terrorisieren. Andere Mutanten bekämpfen Bösewichte, beschützen die Menschen. Letztere wiederum hegen meist ein großes Misstrauen gegen die Superhelden und -Schurken. Im letzten Teil der Trilogie steht den X-Men eine letzte, alles entscheidende Schlacht bevor.
Von  Viola Wich/Filmreporter.de, 10. Mai 2006

Hugh Jackman ist Wolverine

Hugh Jackman ist Wolverine

Bereits die erste Verfilmung der Marvelbücher weckt im Jahr 2000 das Interesse nicht nur der Comic-Freaks. So spielt das erste Abenteuer allein in den USA 157, die Fortsetzung sogar 215 Millionen Dollar ein. Die Science-Fiction-Trilogie adaptiert die X-Men Comicbücher aus den 1960er Jahren für die Leinwand. Erfinder des Zukunftsszenarios ist Stan Lee, der zusammen mit Zeichner Bill Everett Comichits wie Daredevil und Spider-Man erfunden hat. In der X-Men-Welt werden ab und an auch Mutanten geboren. Manche können fliegen, andere sich unsichtbar machen, einige sind mit besonderen geistigen Kräften ausgestattet. Von vielen "normalen" Menschen werden sie angefeindet. Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) nimmt sich einer Gruppe von Mutanten an, die bereit ist ihre Superkräfte - trotz deren Vorurteilen - dem Wohlergehen der Menschen zu widmen. So bekämpfen die X-Men im zweiten Teil einen Terroristen, der ebenfalls über ein besonderes Talent verfügt. Der Bösewicht will die Weltherrschaft an sich reißen. Charles Xavier und seine Leute wissen dies aber zu verhindern.

Im Abschluss der Trilogie räumt Bryan Singer den Regiestuhl für Brett Ratner. Singer inszenierte die ersten beiden Teile der X-Men Geschichte und will die Trilogie ursprünglich auch zu Ende bringen. Schließlich springt er aber von dem Projekt ab und widmete sich stattdessen "Superman Returns". Ratner freut sich, Singers Platz einnehmen zu dürfen. Er bezeichnet sich selbst als großen Fan der Fernsehserie "X-Men Evolution". Der Regisseur konnte noch keine Erfahrungen mit "Visual Effects Movies" sammeln, hat er aber bereits bei der Realisierung von "Rush Hour" Fuß im Actionmetier gefasst. So erwartet die Fans in der dritten X-Men-Comicadaption noch mehr Stunts.

Famke Janssen ist Phoenix

Famke Janssen ist Phoenix

Ratner ist es aber trotz der Unterschiede ein Anliegen, dass alle drei Teile zusammen ein harmonisches Gesamtbild ergeben. So hält sich der Regisseur soweit wie möglich an das erprobte Konzept seines Vorgängers, betont aber die Beweggründe der Figuren noch mehr. "Bryan Singer und die Schauspieler haben X-Men ein bestimmtes Flair verliehen, das ich beibehalten möchte. Meine Aufgabe besteht darin, einen emotionaleren Film zu kreieren. Dem Publikum sind die Figuren ans Herz gewachsen, deshalb wollte ich sie nicht grundlegend verändern", so Ratner. Mit dabei sind wieder Hugh Jackman, Halle Berry und Patrick Stewart. Neulinge am X-Men-Set sind Kelsey Grammer und Ben Foster. Sie spielen die Beast und Angel, die sich Professor Xavier und seinen Leuten anschließen.

Sie und ihre neuen Freunde, werden vor eine schwere Entscheidung gestellt. Es gibt ein Wundermittel, das genetische Abweichungen normalisieren kann. Durch die Einnahme des Medikaments könnte so aus einem Mutanten ein gewöhnlicher Mensch werden. Allerdings würde er so auch seine Superkräfte verlieren. Zeit zum Nachdenken bleibt den X-Men nicht. Ihre Kollegin Jean Grey (Famke Janssen) hat sich nach ihrem Tod in das gefährliche Wesen "Dark Phoenix" verwandelt. Schließlich gerät alles außer Kontrolle. Ein letzter entscheidender Kampf zwischen Gut und Böse steht an.

Ob dem Publikum auch der letzte Teil der Trilogie gefällt und er es schafft in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, wird sich erst an den Kinokassen zeigen. Hugh Jackman ist jedenfalls froh, wieder dabei gewesen zu sein: "Das Drehbuch des dritten Teil ist definitiv das bislang beste und unterscheidet sich von den anderen Filmen durch einen sehr emotionalen Grundton. Es passieren Sachen, die so machen Fan schockieren dürfte."
Viola Wich/Filmreporter.de - 10. Mai 2006

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