Festivalticker: Filmfest München würdigt Ellen Burstyn mit Ehrenpreis | FILMREPORTER.de
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Ellen Burstyn in

© Universum Film/Walt Disney

CineMerit Award für die Verdienste um die Filmkunst

Filmfest München würdigt Ellen Burstyn mit Ehrenpreis

Das Filmfest München würdigt in seiner diesjährigen Ausgabe die US-Schauspielerin Ellen Burstyn mit dem Ehrenpreis um ihre Verdienste um die Filmkunst. Die Oscar-Preisträgerin werde den CineMerit-Award am 27. Juni persönlich entgegennehmen, teilte das Festival heute mit.
30. Mai 2016: 'Von der TV-Komödie über die Theater-Verfilmung bis hin zu den Meisterwerken des New Hollywood, Ellen Burstyns Arbeit ist nie vorhersehbar, aber immer meisterhaft', erklärt Festivalleiterin Diana Iljine in einen Statement. 'Sie arbeitet seit über 60 Jahren als Schauspielerin und setzt sich aktiv für den Filmnachwuchs ein - das sind große Verdienste um die Filmkunst.'

Die 1932 in Detroit, Michigan als Edna Rae Gillooly geborene Bustyn beginnt ihre Laufbahn als Model. Nach ersten Auftritten im Fernsehen und auf der Bühne ist sie 1964 in Vincente Minnellis "Goodbye Charlie" (1964) neben Tony Curtis und Debbie Reynolds in ihrer ersten großen Rolle auf der Leinwand zu sehen. Ein Jahr zuvor hatte sie am Actors Studio bei Lee Strasberg mit dem Schauspielstudium begonnen.

Der endgültige Durchbruch gelingt Burstyn 1971 mit Peter Bogdanovichs Drama "Die letzte Vorstellung". Ein Jahr darauf ist sie als Mutter eines vom Teufel besessenen Mädchens in "Der Exorzist" zu sehen. Der Horror-Thriller von William Friedkin ist bis heute einer der erfolgreichsten Vertreter des Genres aller Zeiten. Wie schon für "Die letzte Vorstellung" wird Burstyns Leistung für einen Oscar nominiert.

Den wichtigsten Filmpreis der USA erhält die Schauspielerin für ihre Hauptrolle in Martin Scorseses romantischem Drama "Alice lebt hier nicht mehr", bei dem sie auch als Produzentin fingiert. Weitere Oscar-Nominierungen erhält sie für Robert Mulligans Broadway-Verfilmung "Nächstes Jahr, selbe Zeit", das Fantasy-Drama "Der starke Wille" und Darren Aronofskys Drogendrama "Requiem for a Dream".

Mitte der 1980er Jahre hat Burstyn mit "The Ellen Burstyn Show" ihre eigene Sitcom. Weitere Stationen ihrer Fernseh-Karriere bilden die Serien "That's Life", "The Book of Daniel", "Big Love" sowie Gastauftritte in "Law & Order: New York und "Mom". Eine durchgehende Rolle hat sie mit der vierten Staffel der Netflix-Serie "House of Cards", in der sie die eiskalte Schwiegermutter von Präsident Francis Underwood (Kevin Spacey) verkörpert.

Zu Ehren Burstyns zeigt das Filmfest München die Filme "Die letzte Vorstellung", "Der Exorzist - Director's Cut", "Alice lebt hier nicht mehr", "Providence" von Alain Resnais und "Requiem for a Dream". Auf dem Programm stehen ferner zwei aktuelle Folgen von "House of Cards". Als Deutschland-Premiere läuft Todd Solondz' Komödie "Wiener-Dog", in der Burstyn neben Danny DeVito, Greta Gerwig, Julie Delpyund Kieran Culkin zu sehen ist.

Das 34. Internationale Filmfest München startet am 23. Juni und endet am 2. Juli.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
Weiterführende Infos
Filme
Wiener Dog - Komödie USA, 2016  mehr
House of Cards - TV-Serie USA, 2013  mehr
Mom - Komödie USA, 2013  mehr
Law & Order: New York - TV-Serie USA, 2005  mehr
The Ellen Burstyn Show - Komödie USA, 1986  mehr
Requiem for a Dream - Drama USA, 2000  mehr
Alice lebt hier nicht mehr - Drama USA, 1974  mehr
Der Exorzist - Horror USA, 1973  mehr
Die letzte Vorstellung - Drama USA, 1971  mehr
Stars
Kieran Culkin
Julie Delpy
Greta Gerwig
Danny DeVito
Todd Solondz
Alain Resnais
Kevin Spacey
Darren Aronofsky
Robert Mulligan
Martin Scorsese
William Friedkin
Peter Bogdanovich
Lee Strasberg
Debbie Reynolds
Tony Curtis
Vincente Minnelli
Ellen Burstyn

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