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Jodie Foster

© Buena Vista International (Germany)

"Hirnlose Actionfilme" und "Respektlosigkeit" gegenüber Regisseuren

Jodie Foster klagt über Superhelden-Manie Hollywoods

Nein, Jodie Foster ist kein sonderlich großer Fan von Superheldenfilmen, mit denen Hollywood seit Jahren die Kinoleinwände weltweit überflutet. In einem Interview hat die Oscar-Preisträgerin die Traumfabrik dafür kritisiert, die Kunstform Film mit der Inflation von Comicverfilmungen zu zerstören.
02. Jan 2018: "Ins Kino gehen gleicht heute dem Besuch eines Themenparks", sagt Foster in einem Gespräch mit dem Magazin Radio Times. Die Studios würden schlechte Filme machen, die den Massen und den Aktienbesitzern gefallen. Diese Praxis vergleicht die Schauspielerin und Regisseurin mit dem umweltschädlichen Prozess des Fracking, bei dem Gase oder flüssige Rohstoffe gewonnen werden, indem Chemikalien ins Erdinnere gepresst werden. "Man erzielt Rendite, aber man zerstört die Erde", so Foster.

Hollywood ruiniere mit seinem Spektakelkino "die Sehgewohnheiten der US-Amerikaner und dann die der ganzen Welt", fügte die zweifache Oscar-Preisträgerin hinzu. Sie wolle keine 200-Millionen-Filme über Superhelden machen. Sollte sie eines Tages einen drehen, dann wäre das ein Film mit einer spannenden Geschichte und einem echten Charakter in deren Kern. Ihr Superheldenfilm wäre kein "hirnloser Actionfilm", sondern würde sich um eine Figur mit einer "komplexen Psychologie".

Im Zuge ihrer Kritik beklagt Foster auch den Umgang Hollywoods mit Regisseuren. Solange man nicht zu den "Unberührbaren" zählt wie Steven Spielberg und Clint Eastwood seien Regisseure in der Traumfabrik mit einem "Mangel an Respekt" konfrontiert.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
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