Retro-Starportrait: Tragische Sexbombe Marilyn Monroe | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Marilyn Monroe
Tabletten und Alkohol ruinieren eine Ikone

Tragische Sexbombe Marilyn Monroe

Nicht der Popart-Druck von Andy Warhol macht die Stilikone und Sexsymbol Marilyn Monroe weltberühmt. Das Gesicht des blonden Stars der 1950er Jahre ist nicht nur auf der ersten Ausgabe des wichtigsten Männermagazins zu finden, sondern auch in zeitgenössischer Malerei und zahlreichen Filmen. Monroes Werdegang reicht vom Fotomodell für Bademoden über ein begehrtes Pin-Up-Girl bis hin zu einer der best-bezahltesten Schauspielikonen Hollywoods. Doch so schnell sie die Karriereleiter hinaufklettert, so abrupt fällt der Stern der blonden Schönheit. Auch mit ihren Liebschaften hat sie zeitlebens kein Glück.
Von  Barbara Mayr/Filmreporter.de, 13. August 2018

Manche mögen's heiß

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Zwischen Kinderheim und Pflegeeltern
Drei gescheiterte Ehen sind Nebenursachen für eine Alkohol- und Drogensucht, die ihr später das Leben kosten wird. Sie kommt mit ihrem Image eines männerfressenden Sexsymbols nie zurecht. Im Jahr 1962 wird sie tot aufgefunden. Todesursache ist eine Überdosis Barbiturate. Ihr Tod wird offiziell als Selbstmord deklariert, niemand geht offenbar anderen Möglichkeiten nach. Verschwörungstheoretiker vermuten Mord. Angefangen hat ihr Leben nicht minder tragisch:

Norma Jeane Mortenson erblickt am 1. Juni 1926 in Los Angeles das Licht der Welt. Mutter Gladys Pearl Mortenson ist Cutterin. Die Witwe ist von psychischen Problemen geplagt. Mit zwei Jahren stirbt Norma Jeane fast einen Erstickungstod, mit sechs wird sie beinahe vergewaltigt. Die Identität ihres Vaters ist bis heute nicht bekannt. Da ihre Mutter berufstätig ist, verbringt das Mädchen den Großteil ihrer Kindheit in Heimen und bei Pflegeeltern. Zwar lebt sie im Alter von sechs Jahren noch einige Zeit bei ihrer Mutter, als diese jedoch einen Nervenzusammenbruch erleidet, wird das Mädchen erneut weggegeben. 1937 wird die junge Norma Jeane bei einer Freundin der Familie namens Grace McKee Goddard aufgenommen. Als sie diese mit 16 verlassen muss, steht sie vor zwei Alternativen: Heirat oder zurück ins Waisenhaus. Sie vermählt sich 1942 mit dem Nachbarsjungen Jimmy Dougherty. Das Paar führt eine glückliche Ehe. Laut Dougherty ist sie ein "süßes, großzügiges und religiöses Mädchen." Als der Gatte der Handelsmarine beitritt und vier Jahre nach der Heirat in den Südpazifik geschickt wird, ist sie schon wieder allein.

Das verflixte siebte Jahr

Das verflixte siebte Jahr

Der Sprung ins Filmbusiness
Zu dieser Zeit beginnt Norma Jeane für Badeanzüge Modell zu stehen. Sie färbt sich ihre Haare blond und schafft mit den ersten Aufnahmen den Weg in die Öffentlichkeit. Entdeckt wird sie 1944 von Armee- und Militärfotografen David Conover. Nach ihrer Zusammenarbeit ist er hellauf begeistert von dem jungen Talent. Er bezeichnet sie als "fotografisches Wunder" und schanzt ihr Aufträge zu. Bereits im Frühjahr 1945 ist ihr Gesicht auf 33 nationalen Magazinen zu sehen. Innerhalb von zwei Jahren wird sie durch Fotos in Hochglanz- und Modemagazinen bekannt. Dies ist ihr Sprungbrett zum begehrten Pin-Up-Girl. Ihr Agent empfiehlt ihr einen Vertrag mit 20th Century-Fox einzugehen. Sie unterschreibt eine sechsmonatige Vereinbahrung und verdient 125 Dollar pro Woche. Norma Jean wird anfänglich als Statistin eingesetzt. Sie ändert ihren Namen in Marilyn Monroe. Der Nachname stammt von ihrer Großmutter Della Monroe Grainger. Offiziell macht sie die Namensänderung aber erst zehn Jahre später. Ihre erste Filmrolle ist eine Telefonistin, in "The Shocking Miss Pilgrim" (1947) mit Betty Grable. In den 1950er Jahren sieht man sie meist als unbeholfene Sekretärin oder Kellnerin auf der Leinwand. Dies führt zum Image der blonden, naiven Blondine.

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