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Yul Brynner
Yul Brynner: Abstammung unbekannt

Exot mit Starqualitäten

Yul Brynner gehört zu den großen Hollywood-Stars der 1950er Jahre. Als Pharao Ramses kämpft er in "Die Zehn Gebote" gegen Moses, der eindrucksvoll von Charlton Heston verkörpert wird. 1957 bringt die Romanze "Der König und ich" Hollywoods berühmtestem Glatzkopf einen Oscar ein, drei Jahre später führt Brynner als Einzelgänger Chris Adams "Die glorreichen Sieben" an. Weibliche Fans und bekannte Schauspielerinnen verfallen der exotischen Erscheinung, die zeitlebens ein Geheimnis um ihre Herkunft macht.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de, 25. Oktober 2017

Yul Brynner in einer Filmszene

Yul Brynner in einer Filmszene

Mysteriöse Herkunft
Über Yul Brynners Abstammung gibt es mehrere unbestätigte Geschichten. Die eine besagt, dass Yul Brynner 1915 auf der damals japanischen Insel Sachalin zur Welt kommt. Glaubt man anderen Quellen, so wird der kleine Yul fünf Jahre später im russischen Wladiwostok geboren. Seine Mutter Marussia Blagowidowa ist Tochter eines russischen Arztes und hat Roma-Blut in sich, Vater Boris ist halb Schweizer und halb Mongole. Manche Quellen behaupten allerdings, er wäre Alkoholiker gewesen und hätte diese Herkunft nur vorgetäuscht, um sich von seiner streng jüdischen Familie zu distanzieren. Zu Lebzeiten zeigt Brynner kein Interesse, derartigen Gerüchten ein Ende zu setzen. Er beteiligt sich ganz im Gegenteil an der Legendenbildung, das Geheimnis um seine Person soll gewahrt bleiben. Fest steht, dass es Boris, den Erfinder und Schweizer Konsul in Russland, nicht lange bei seiner Familie hält.

Der König und Ich

Der König und Ich

Jugend auf drei Kontinenten
Die verlassene Mutter zieht mit ihrem Sohn zunächst nach China, bevor sie sich 1934 in Paris nieder lässt. Yul wird Schüler des exklusiven Eliteinternats Moncelle, von dem er aber bald verwiesen wird. Daraufhin verdingt er sich als Zirkusartist und tingelt als Zigeuner-Musiker durchs Pariser Nachtleben. Schließlich entscheidet er sich für den Besuch einer Pariser Theaterschule, an welcher er ein Schauspiel- und Theaterstudium absolviert. Angeblich beliefert er in dieser Zeit den französischen Künstler Jean Cocteau mit Opium. 1940 zieht es Brynner nach Amerika, wo er zunächst als Regisseur für verschiedene Fernsehserien wie "Studio One" und "Danger" arbeitet.

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