Retro-Starportrait: Liebesgöttin Rita Hayworth | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Rita Hayworth
Heiraten ohne Erfüllung

Liebesgöttin Rita Hayworth

Ihre Fans geben ihr den Beinamen Liebesgöttin. Die US-amerikanische Schauspielerin Rita Hayworth tut alles, um ihrem Ruf in Liebesangelegenheiten gerecht zu werden. Sie schließt insgesamt fünf Mal den Bund fürs Leben, ohne dass ihr das Liebesglück dauerhaft hold ist. Der unglückliche Verlauf ihrer Ehen und ihr künstlerischer Ruf verdecken die Tatsache, dass sie keineswegs eine männerverschlingende Femme Fatal ist. Privat gilt sie vielmehr als zurückhaltend.
Von  Timo Buschkämper, Filmreporter.de, 30. November 2017

Rita Hayworth kurz nach der Hochzeit mit Ali Khan

Rita Hayworth kurz nach der Hochzeit mit Ali Khan

Karrierebeginn und Namenswechsel
Rita Hayworth wird 1918 in New York als Margarita Carmen Cansino geboren. Ihr Vater ist der spanische Tänzer Eduardo Cansino, ihre Mutter das ehemalige Showgirl Volga Haworth. Unter dem Namen The Dancing Cansinos tritt die Familie bei Tanzveranstaltungen auf, wobei Rita einem Produktionschef des Fox-Studios auffällt, der sie zu Probeaufnahmen nach Hollywood einlädt. Zunächst ist sie in kleineren Nebenrollen unter ihrem Namen Rita Cansino zu sehen. Dem mächtigen Studioboss Harry Cohn gefällt jedoch der Name der jungen Aktrice nicht und er ordert unverzüglich eine Namensänderung an. In Anlehnung an den Namen ihrer Mutter nennt sich die junge Aktrice fortan Rita Hayworth.

Rita Haworths Tochter Rebecca mit ihrem Vater Orson Welles

Rita Haworths Tochter Rebecca mit ihrem Vater Orson Welles

Erfolge und Karriereknick
Im Jahr 1940 fällt Rita Hayworth erstmals in Howard Hawkss "Flugpioniere in Not" auf. Zum gefeierten Filmstar wird sie ein Jahr später durch ihre Rolleninterpretation der Virginia Brush in der nostalgische Komödie "Schönste der Stadt". Ihre wohl bekannteste Rolle spielt Hayworth 1946 in "Gilda" an der Seite von Glenn Ford. In einer der markantesten Szenen des Films singt Hayworth Put the Blame on Mame und zieht sich dabei aufreizend langsam einen langen, schwarzen Handschuh aus. Während der Dreharbeiten werden Ford und Hayworth zu einem der bekanntesten Liebespaare der Filmgeschichte. Mit ihrem damaligen Ehemann Orson Welles dreht sie 1947 den Krimi "Die Lady von Shanghai", der erst lange nach der Aufführung zu einem Klassiker werden sollte. Mit der Bibelverfilmung "Salome" tritt sie noch einmal in Erscheinung bevor sie sich für mehrere Jahre vom Filmgeschäft zurückzieht. Erst 1957 kehrt sie in "Das Spiel mit dem Feuer" auf die Leinwand zurück, kann aber den negativen Trend nicht mehr aufhalten, bereits seit Ende der 1950er Jahre wollen sich die alten Erfolge nicht mehr einstellen. Ihre letzte Rolle spielt Rita Hayworth 1972 in dem Western "Zum Teufel mit Hosianna" als Partnerin von Robert Mitchum.

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