Retro-Starportrait: Liselotte Pulver hinterlässt Eindruck | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Liselotte Pulver
Fröhlichkeit vom Schicksal eingetrübt?

Liselotte Pulver hinterlässt Eindruck

Ob als kaugummikauendes Fräuleinwunder in Billy Wilders Komödienklassiker "Eins, Zwei, Drei" oder als umsichtige Lilo in der erfolgreichen Kinderfernsehserie "Sesamstraße" - Liselotte Pulver hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihrem Publikum. Ihr Wände durchdringendes Lachen wirkt auf den Zuschauer ansteckend und erhöht zudem den Wiedererkennungswert der Schweizer Schauspielerin. Ihre herzhafte Fröhlichkeit wird im Laufe ihres Lebens jedoch immer wieder vom Schicksal geprüft.
Von  Timo Buschkämper, Filmreporter.de, 30. April 2018

Piroschka und Andreas

Piroschka und Andreas

Anfänge
Als am 11. Oktober 1929 in Bern die jüngste Tochter des Tiefbau-Ingenieurs Fritz Eugen Pulver und seiner Ehefrau Germaine das Licht der Welt erblickt, ahnen die Eltern noch nichts von der schauspielerischen Begabung ihres Kindes. Obwohl beide eigene künstlerische Ambitionen haben, der Vater als Kunstmaler, die Mutter Opernsängerin, beugen sie sich dem Diktat der Zeit und begnügen sich mit einer bürgerlichen Existenz sowie der Erziehung ihrer drei Kinder. Nach Abschluss der höheren Handelsschule und dem Diplom zur mehrsprachigen Sekretärin arbeitet Liselotte zunächst als Mannequin, bevor sie sich am Berner Konservatorium zur Schauspielerin ausbilden lässt. Es folgen Engagements am Stadttheater Bern und Schauspielhaus Zürich.

Eins, Zwei, Drei

Eins, Zwei, Drei

Filmkarriere
Nach kleineren Nebenrollen gelingt ihr mit "Ich denke oft an Piroschka" und drei Jahre später "Das Wirtshaus im Spessart" Mitte der 1950er Jahre zwei große Filmerfolge. Jetzt ist sie eine viel beschäftigte Darstellerin die bald an der Seite von Branchengrößen wie Gustaf Gründgens und Jean Gabin spielt. Ihre Popularität spricht sich auch in Hollywood herum. Im Jahr 1961 spielt sie unter der Regie des aus Deutschland emigrierten Regisseur Billy Wilder das Fräulein Ingeborg in "Eins, Zwei, Drei". Der Film wird nach dem ersten missglückten Kinostart doch noch ein anerkannt und Pulver profitiert von dem Erfolg. Nie zuvor und auch nie danach sah man sie so aus der Rolle fallen. Ihr frivoler Tanz auf dem Tisch macht Eindruck. Ihre wohl anspruchsvollste Rolle interpretiert sie in dem Skandalfilm "Die Nonne" des französischen Regisseurs Jacques Rivette. Lustiger wird es dann wieder in den Jahren 1977 bis 1983. Als Lilo macht sie in der Serie "Sesamstraße" die Kinder glücklich. Ende der 1980er Jahre zieht sich Lilo aus der Öffentlichkeit zurück.

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