Retro-Starportrait: Verführerische Hedy Lamarr | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Verführerische Hedy Lamarr
Hollywoods Glamourgirl der Goldenen Ära

Verführerische Hedy Lamarr

Sie ist in Hollywoods goldener Ära die schönste Schauspielerin. Der Hedy-Lamarr-Look, braune, leicht gelockte Haare mit Mittelscheitel, wird von anderen Stars ihrer Zeit kopiert. Hedy Lamarr prägt nicht nur die Inn-Frisur der 1930er Jahre. Sie erträgt auch keine Langeweile. Sie heiratet sechs Mal und lässt sich ebenso oft wieder scheiden und hat zudem zahlreiche Affären. Nebenbei macht sie eine Erfindung, die noch heute in der Kommunikationstechnik eingesetzt wird.
Von  Tatjana Niezel, Filmreporter.de, 31. August 2018

Hedy Lamarr

Hedy Lamarr

Wienerin in Hollywood
Hedy Lamarr wird am 9. November 1914 in Wien als Hedwig Eva Maria Kiesler geboren. Ihre erste Filmrolle spielt sie im Alter von 17 Jahren 1930 in "Geld auf der Straße". Ihre erste Hauptrolle spielt sie zwei Jahre später in "Man braucht kein Geld" an der Seite von Heinz Rühmann und Hans Moser. Der erste große Skandal folgt 1933. In "Extase. Symphonie der Liebe" ist Hedy in einer zehnminütigen Nacktszene zu sehen, in der sie nach einem Bad in einem See unbekleidet durch den Wald läuft. Für damalige Verhältnisse ein Skandal. Für nicht weniger Aufruhr sorgt eine Liebesszene des gleichen Films. In Großaufnahme ist ihr Gesicht zu sehen, auf dem sich ihre sexuelle Erregung wiederspiegelt. In Ihrer Autobiografie "Ecstasy and Me" von 1967 erzählt sie, dass Regisseur Gustav Machatý ihr mit einer Reißzwecke in den Hintern piekste, um ihr den leidenschaftlichen Ausdruck ins Gesicht zu zaubern.

Verführerische Hedy Lamarr

Verführerische Hedy Lamarr

Auf der Flucht
Dieser Skandal gefällt ihrem ersten Ehemann Friedrich Mandl gar nicht. Das Paar hat am 10 August 1933 geheiratet. Der herrschsüchtige Wiener Industrielle will Hedy das Filmen verbieten und versucht, so viele Kopien des Films wie möglich zu kaufen. Hedy fühlt sich in der Ehe mit Mandl eingeengt. In ihrer Autobiografie sagt sie rückblickend: "Mein Problem in Ehen - und das ist das Problem vieler Frauen - war es beides zu wollen, Intimität und Unabhängigkeit. Es ist ein schmaler Grat, und doch sind beide Dinge sehr wichtig für eine Ehe." Hedy hält die Unterdrückung durch Mandl nicht aus. Hinzu kommt noch, dass der Waffenfabrikant auch Geschäfte mit den Nationalsozialisten macht. Für ihre Ehe war Hedy Lamarr vom jüdischen zum katholischen Glauben übergetreten. 1937 flieht sie nach Paris, von wo aus sie die Scheidung von Mandl erwirkt.

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