Retro-Starportrait: Bettgeflüster mit Doris Day | FILMREPORTER.de
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RETRO Feature

Doris Day in: Bettgeflüster
Filmikone - viel zu früh abgetreten

Bettgeflüster mit Doris Day

Mit Klassikern wie "Der Mann, der zuviel wußte" und "Bettgeflüster" schreibt Doris Day Filmgeschichte. Als Sängerin ist sie nicht minder erfolgreich. Vor wenigen Jahren erscheint ihr letztes Album. Privat hat die Schauspielerin und passionierte Tierschützerin weniger Glück. Vier Ehen markieren ein Leben mit zahlreichen Aufs und Abs. Ein Blick auf eine Filmikone, die dem Kino zu früh den Rücken kehrt.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de, 18. Juni 2015

Bettgeflüster

Bettgeflüster

Keine Sexbombe trotz viel Bettgeflüster
Wie wenige Hollywood-Schauspielerinnen pflegt Doris Day in den 1950er und 1960er Jahre das Image der naiven und unschuldigen Sauberfrau. Während ihre Kolleginnen Marilyn Monroe, Jayne Mansfield und Brigitte Bardot neben dem mehr oder weniger ausgeprägten Schauspieltalent immer wieder auch mit freizügigen Auftritten vor der Kamera glänzen und als Sex-Göttinnen die Boulevardblätter zieren, ist Day der Inbegriff spießiger Züchtigkeit.

Diesen Ruf handelt sich die Schauspielerin und Entertainerin nicht nur durch ihre zweite Karriere als Sängerin diverser Big Bands ein, sie verdient ihn sich auch ausgerechnet mit jenen äußerst populären Komödien an der Seite von Rock Hudson und Cary Grant. Filme wie "Bettgeflüster" werden nicht zuletzt wegen Days Schlafzimmerblick und der amourösen Verwicklungen der Protagonisten seinerzeit mit dem Etikett 'Sex-Komödien' versehen.

Doris Day und Rex Harrison in "Mitternachtsspitzen"

Doris Day und Rex Harrison in "Mitternachtsspitzen"

Goldkehlchen auch auf Leinwand
Doris Day wird am 3. April 1922 als Doris Mary Ann von Kappelhoff in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio als Tochter deutschstämmiger Eltern geboren. Ihren Traum, Tänzerin zu werden muss die 14-Jährige begraben, nachdem sie sich bei einem Autounfall ein Bein bricht. Doris sattelt um und wird Sängerin. Mit beachtlichem Erfolg tritt sie bald in diversen Big Bands auf und singt im Rundfunk mit Größen wie Frank Sinatra und Bob Hope. Einige Lieder landen ganz oben in den Musikcharts, so etwa der längst zum Evergreen gewordene "Sentimental Journey", den Day mit dem Orchester von Les Brown einspielt.

Die Bühnenpräsenz der Sängerin entgeht auch den Hollywood-Produzenten nicht. Bei Filmstudio Warner Bros. unterschreibt Doris Day 1947 einen Vertrag und ist in den folgenden Jahren in leichten Komödien und Musicals zu sehen, die den Grundstein für ihr Image der jungfräulich anmutenden Unschuldsnixe legen. Mit Hollywood Routinier Michael Curtiz ("Casablanca") dreht sie zu Beginn ihrer Karriere mehrere, heute in Vergessenheit geratene Filme. Ihre Spielpartner sind in dieser Periode Filmstars wie James Cagney, Frank Sinatra und der spätere US-Präsident Ronald Reagan.

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