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Liselotte Köster
Liselotte Köster mag es klassisch

Mit Tellerrock und Tütü

Liselotte Köster muss sich nicht in Form bringen, wenn sie für einen Spielfilm angefordert wird. Die Tänzerin tritt seit 1928 regelmäßig an der Berliner Staatsoper auf. Seit 1935 gehört sie auch dem Deutschen Opernhaus an. Während andere sich auf den akrobatischen Ausdruckstanz oder den rhythmischen Stepptanz verlegt haben, liebt sie es klassisch - und das deutsche Publikum liebt sie dafür.
Von  André Weikard/Filmreporter.de, 24. Mai 2017

Liselotte Köster im hübschen Gaze-Kleid

Liselotte Köster im hübschen Gaze-Kleid

Wie ein Schmetterling
In der Zeitschrift Der Stern im Juli 1939 gerät man regelrecht ins Schwärmen über die Leichtigkeit mit der die Köster über die Bühne "flattert". Man scheut sich nicht, sie die "vollkommene Illusion des Schmetterlings" zu nennen. Aber machen Sie sich keine Hoffnungen meine Herren, die Dame ist vergeben. Ihr Mann ist gleichzeitig auch ihr Tanzpartner. Jockel Stahl und sie bestreiten zahlreiche Matineen und Solotanzabende im In- und Ausland, wenn sie nicht gerade mit einem Engagement an der Bühne oder beim Film gebunden sind. Wer einmal die Gelegenheit haben sollte, das Paar in Natura zu beobachten, sollte sie nutzen. Er wird das Beste zu sehen bekommen, das der deutsche Tanzfilm zu bieten hat.

Ein Pianist kommt ins Schwitzen
Im Gegensatz zum Musical war der Tanzfilm zunächst eine deutsche Angelegenheit. Noch vor Erfindung des Tonfilms bestaunte das Publikum mitreißende Choreographien mit 30 oder mehr Paaren. Schwierigkeiten hatten dabei vor allem die Begleitpianisten, mit dem rasanten Tempo auf der Leinwand mitzuhalten. Mit der Tanzlegende Fred Astaire kam die große Zeit der Revuen, die in Deutschland vor allem mit dem Namen Marika Rökk verbunden ist. Ihr Tanzpartner war unter anderem Jockel Stahl.

Liselotte Köster hatte ihren größten Kinoerfolg als Tänzerin erst 1953 im Klassiker "Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Der Tanzfilm verabschiedete sich vorläufig und feierte erst Ende der 1970er Jahre mit "Saturday Night Fever" und "Grease" sein Comeback.
André Weikard/Filmreporter.de - 24. Mai 2017
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