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Warlock
Bringt Anthony Quinn Kassen zum Klingeln?

Dreharbeiten zu "Warlock" beginnen

In Hollywood haben die Dreharbeiten zu einem interessanten Film begonnen. "Warlock" wird mit Stars wie Henry Fonda und Anthony Quinn als große Produktion angekündigt. Es wird erwartet, dass der Abenteuerfilm sich unter der Regie von Edward Dmytryk zu einem Kassenschlager entwickelt.
Von  Jassien Kelm/Filmreporter.de, 25. März 2013

Henry Fonda in "Spiel mir das Lied vom Tod"

Henry Fonda in "Spiel mir das Lied vom Tod"

Henry Fonda, der Abenteurer
Wie die Film Revue in ihrer Ausgabe vom 20. Januar 1959 berichtet, haben die Dreharbeiten vor wenigen Tagen begonnen. Regisseur Edward Dmytryk besetzt seine Hauptrollen mit den Hollywoodstars Henry Fonda und Anthony Quinn. Damit nicht genug, in der dritten Hauptrolle des Abenteuerstreifens wird der große Richard Widmark zu bewundern sein. Mit Dorothy Malone, die vor zwei Jahren den Oscar als beste Nebendarstellerin gewann, wirkt auch eine populäre weibliche Schauspielerin mit. Dmytryk befindet sich also in der beneidenswerten Position, ein wahrhaft erstklassiges Ensemble zu dirigieren.

Spiel mir das Lied vom Tod

Spiel mir das Lied vom Tod

Abenteuer war kein Abenteuer
"Warlock" wurde in Deutschland auch unter "Der Mann mit den goldenen Colts" bekannt. Wie der Alternativtitel vermuten lässt, war "Warlock" überhaupt kein Abenteuerfilm, wie von der Film Revue angekündigt, und auch nie als solcher geplant. Es handelte sich vielmehr um einen klassischen Western. Dieses Genre entdeckte Richard Widmark in den 1950ern für sich, um durch Heldenrollen seinem Schurkenimage zu entfliehen. Henry Fonda hatte eine solche Wandlung noch vor sich, allerdings in die andere Richtung. Fonda, stets als moralisch unfehlbarer Held inszeniert, sollte acht Jahre später von Sergio Leone radikal gegen sein Image besetzt werden und mit "Spiel mir das Lied vom Tod" seinen größten Erfolg feiern.

Regisseur Edward Dmytryk wurde in Hollywood mit kritischen Augen betrachtet. Er gehörte der sogenannten "Hollywood Ten" an, einer Gruppe von Regisseuren und Drehbuchautoren, die während der McCarthy-Ära zu Haftstrafen verurteilt wurden. Vom Komitee für unamerikanische Aktivitäten wurde ihnen eine Nähe zum Kommunismus vorgeworfen, in der Folge verweigerten die Angeklagten die Aussage. Nach kurzer Gefängnishaft kooperierte Dmytryk mit den Behörden, um seine Strafe zu verkürzen. Da er dabei die Namen einiger Kollegen nannte und diese belastete, wurde er in Hollywood von vielen fortan gemieden.
Jassien Kelm/Filmreporter.de - 25. März 2013
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