Retronews: Martin Helds erste Titelrolle | FILMREPORTER.de
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Walter Giller
Spion für Deutschland

Martin Helds erste Titelrolle

Martin Held hat seine erste Titelrolle ergattert. Im Thriller "Spion für Deutschland" verkörpert er den Agenten Erich Gimpel, der in den 1940er Jahren nach Amerika geschickt wurde. Regisseur Werner Klingler ("Razzia") erzählte der Filmzeitschrift Film Revue am 13. November 1956, warum er das ausgewälzte Spionagethema gewählt hat. Er strebe ein thematisch, ideologisch und philosophisch höheres Niveau an, als vergleichbare Werke wie "Mata Hari" und "Der Fall Cicero".
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  2. März 2015

Claude Farell verliebt sich in den Spion

Claude Farell verliebt sich in den Spion

Hetzjagd in Amerika
Der Thriller beruht auf Geschehnissen, die dem deutschen Agenten Erich Gimpel 1944 zugestoßen sind. Zwölf Jahre später steht Martin Held in der Rolle des Agenten vor der Kamera. Dieser wird er mit 60.000 Dollar in Scheinen und Diamanten im Wert von 100.000 Dollar in die USA geschickt. Sein Auftrag lautet: das Projekt Manhattan aufdecken, das Daten über die atomare Rüstung beinhaltet. Billy Cole (Walter Giller), Experte für amerikanische Sitten und Gebräuche, begleitet ihn. Der nervenaufreibenden Belastung kann er aber nicht stand halten. Schließlich wird Cole fest genommen. Von nun an ist Gimpel auf sich alleine gestellt. Gejagt von CIA und FBI, findet er für kurze Zeit Unterschlupf bei der Amerikanerin Joan Kenneth (Nadja Tiller), in die er sich verliebt. Doch dann wird er in Übersee geschnappt. Der Todesstrafe kann Gimpel entgehen, doch der Spion wird zu lebenslanger Haft verurteil. Elf Jahre später erhält er eine Begnadigung und darf als alter Mann wieder zurück nach Deutschland.

Außenaufnahmen in New York

Außenaufnahmen in New York

Spionage im Zweiten Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg war Erich Gimpel unter dem Decknamen Agent 146 im Einsatz. Der deutsche Spion wurde mit einem U-Boot in amerikanische Gewässer geschleust und vor der Küste ausgesetzt. Gimpel sollte Pläne der US-Regierung auskundschaften, die den aktuellen Stand der Atomkraft offenlegen. Außerdem sollte er feststellen, ob die Amerikaner einen Atomanschlag auf die Deutschen verrichten könnten. Die Verfilmung der Geschichte brachte Martin Held auf den Höhepunkt seiner Karriere. Sein Filmdebüt gab der Darsteller 1951 mit "Schwarze Augen". Mit der Rolle des Heydrich in "Canaris" gelang ihm 1954 der Durchbruch. Held war zweimal verheiratet. Sein Sohn aus erster Ehe mit Lilo Dietrich nahm sich 1961 das Leben. Mit Lore Hartling hatte der 1992 verstorbene Schauspieler zwei weitere Söhne.
Isabel Pluta/Filmreporter.de - 2. März 2015
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