Retronews: Rausch für die Sinne | FILMREPORTER.de
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Fritz Schulz-Reichel als schräger Otto
Revue-Film für Aug und Ohr

Rausch für die Sinne

Regisseur Géza von Cziffra hat einen kunterbunten Revue-Film gedreht. "Der schräge Otto" ist tatsächlich schräg, die Handlung eher unwichtig. Gelungene Bühnenbilder, unterhaltsame Tänze und Schlager treffen den Zuschauer mitten ins Herz. Für sein unterhaltsames Spiel konnte der Regisseur viele Sänger gewinnen. So sind Gerhard Wendland, Nana Gualdi, Eddie Pauly, die Drei Peheiros sowie die Ping-Pongs zu hören. Zusammen entfachen sie ein Feuerwerk der guten Laune, das den Zuschauer vom öden Alltag ablenkt.
Von  Heiko Thiele, Filmreporter.de, 29. März 2017

Tanz und Gesang in "Der schräge Otto"

Tanz und Gesang in "Der schräge Otto"

Viele Talente im Einsatz
Die Schauspieler singen zur Musik des Rias-Tanzorchesters, der Spree-City-Stompers sowie zu den Liedern von Fritz Schulz-Reichel. Michael Jary komponierte außerdem sechs neue Schlager, wie die Zeitschrift Film Revue in ihrer Ausgabe vom 8. Januar 1957 berichtet. Es ist davon auszugehen, dass Kompositionen wie "Am Kilometerstein einhundertsieben" und "Wieder mal mitten ins Herz" Hits werden. Für die fantasievolle Ausstattung der Revue-Szenen ist Jean-Pierre Ponnelle verantwortlich. Dieser gilt seit seinen Bühnenbildern zur Oper "König Hirsch" als große Hoffnung unter Film- und Bühnenausstattern.

Willy Fritsch als Kapellmeister Alexander Korty

Willy Fritsch als Kapellmeister Alexander Korty

Große Karriere
Der Ungar Géza von Cziffra war ein überaus produktiver Filmemacher. Von 1930 bis 1975 verfasste er 72 Drehbücher und übernahm 61 Mal die Regie. Zwischen Anfang der 1950er und Mitte der 1960er, dreht er bis zu 4 Filme pro Jahr. In mehreren seiner Filme spielte Peter Alexander die Hauptrolle. So drehte er mit diesem unter anderem "Charleys Tante", "Kriminaltango" sowie "Das süße Leben des Grafen Bobby". Außerdem konnte er namhafte Darsteller wie Willy Millowitsch, Heinz Erhardt und Johannes Heesters für seine Werke gewinnen. 1985 erhielt von Cziffra für sein Schaffen das Filmband in Gold.
Heiko Thiele, Filmreporter.de - 29. März 2017
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