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Friedrich Schiller gezeichnet
Dr. Harald Brauns Wunschliste

Friedrich Schiller verfilmt

Regisseur Dr. Harald Braun plant eine Verfilmung von Friedrich Schillers Literaturklassiker "Kabale und Liebe". Im vergangenen Jahr 1954 brachte ihm das Drama "Solange Du da bist" eine Nominierung für die Goldene Palme beim Cannes Film Festival ein. Dieser Erfolg scheint ihn zu motivieren. Denn für das neue ehrgeizige Projekt ist er auf der Suche nach der Idealbesetzung. Der Regisseur lüftet seine Wunschliste in der Zeitschrift Film Revue vom November 1955.
Von  Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de, 13. Mai 2017

Filmrevue

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Hollywoods Erfolgsrezept
Mit der Verfilmung von Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" erfüllt sich Regisseur Dr. Harald Braun einen lang ersehnten Wunsch. Daher liegt ihm sehr viel daran, die perfekte Besetzung zu finden. Eine genaue Vorstellung hat er bereits. Romy Schneider und Horst Buchholz sollen das verliebte Paar Luise und Ferdinand darstellen. O.W. Fischer und Gustav Knuth wünscht sich der Filmemacher in den Rollen der verfeindeten Väter, die die Beziehung zwischen ihren Kindern verhindern wollen.

Hilde Krahl, die schon 1952 in "Herz der Welt" mit ihm zusammenarbeitete, soll Luises Mutter spielen. Ruth Leuwerik ist Brauns Wunschbesetzung für die Rolle der Lady Milford. Mit diesem ehrgeizigen Vorhaben will der Regisseur das deutsche Kino an die Maßstäbe von Hollywood und Frankreich angleichen. Dort gelänge es Filmemachern dank der Einsicht der Stars und der Studios, die beste Besetzung zu organisieren.

Keine Romy Schneider
Aus Harald Brauns ehrgeizigem Projekt wurde schließlich eine Fernseh-Produktion. Allerdings waren die Stars seiner Wunschliste nicht dabei. Vier Jahre dauerte es, bis Brauns "Kabale und Liebe" endlich im Fernsehen lief. Am 1. Januar 1959 fand die deutsche Premiere statt. Statt Romy Schneider und Horst Buchholz waren Heidi Mentz und Christian Wolff als Liebespaar zu sehen.

Der Auftritt der Luise markierte den Anfang und das Ende der Karriere von Mentz. Für Karl Maria Schley, der ebenfalls eine Hauptrolle spielte, war es hingegen der Beginn einer erfolgreichen Karriere. Die Fernsehadaption des Schiller-Klassikers war eines der letzten Projekte von Braun, der im Jahre 1960 starb. Zuvor drehte er noch "O Wildnis" und "Die Botschafterin".
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de - 13. Mai 2017
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