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Daniil Granin
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Daniil Granin
Geboren
01. Januar 1919
Gestorben
04. Juli 2017
Bürg. Name
Daniil Alexandrowitsch Granin
Tätig als
Autor, Drehbuch, Schriftsteller

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Daniil Granin: Filmografie

1962 

Posle svadby

Drama UdSSR
 Details 

1956 

Iskateli

Biographie UdSSR
 Details 

Daniil Granin: Vita

Daniil Granin wird am ersten Januar 1919 als Daniil Alexandrowitsch German in Wolyn im Gebiet Kursk geboren. Er schließt das Ingenieursstudium am Leningrader (heute Sankt Petersburg) Polytechnischen Institut ab und arbeitet zunächst als Ingenieur. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetunion meldet er sich freiwillig zum Kriegsdienst und wird Panzeroffizier.


Seine schriftstellerische Laufbahn beginnt 1949 mit der Veröffentlichung der Erzählung "Pobeda Inschenjera Korsakowa" ("Der Sieg des Ingenieurs Korsakow"). Sowohl in seiner Kurz- als auch Langprosa beschäftigt sich Granin immer wieder mit den Themen Wissenschaft und Ingenieurswesen, für deren soziale und ethische Verantwortung er eintritt. Der zweite große Themenkomplex sind seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg, dessen Alltag und Gräuel er schildert.

Granins umfangreiches Werk besteht aus Romanen, Erzählungen und Reiseberichten, darunter die Romane "Das Gemälde" und "Flucht nach Russland" sowie die Erzählungen "Die eigene Meinung", in der sich Granin kritisch mit dem Beamtentum in der Sowjetunion auseinandersetzt, und "Unser Bataillonskommandeur". Als Verehrer Heinrich Heines tritt er mit Reiseberichten wie "Garten der Steine" in die Fußstapfen des bedeutenden deutschen Schriftstellers.

Zu Granins bekanntesten Büchern gehört sein letztes Werk, der auch in Deutschland publizierte autobiographische Roman "Mein Leutnant". Darin schildert der Schriftsteller die Erlebnisse eines jungen Ingenieurs, der freiwillig und zunächst begeistert in den Krieg zieht und traumatisiert aus diesem wieder zurückkehrt. Das Buch erscheint in Russland im Jahr 2011, ein Jahr später wird es mit dem Literaturpreis 'Großes Buch' ausgezeichnet. Das Vorwort zur deutschen Ausgabe im Jahr 2015 schreibt der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt, der Granin 1941 im Krieg als Feind gegenüberstand.

Einige Erzählungen und Romane Granins werden auch verfilmt, unter anderem die Erzählung "Iskateli" (dt. Titel: "Iskateli") sowie die Romane "Posle svadby" und "Idu na grozu" ("Dem Gewitter entgegen"). Bei den Adaptionen dieser Vorlagen fungiert Granin auch als Drehbuchautor.

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