Interview: Johnny Depp zu Fluch der Karibik | FILMREPORTER.de
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Interview

Johnny Depp in: Fluch der Karibik
Besser als eine billige Persiflage

Rockstars ihrer Ära

In "Pirates of the Carribean" kanalisiert Johnny Depp sein musikalisches Vorbild Keith Richards. Was nicht heißen soll, dass er den Film als Whiskey-trinkender, kettenrauchender Marlboro-Man verbringt, der mit der umgeschnallten Gitarre ein gesamtes Piratenschiff unterhält. Depp ist besser als eine billige Persiflage des besten Rock'n Rollers aller Zeiten und seine Darstellung subtiler als jede Imitation.
Von  Elisabeth Sereda, Filmreporter.de, 28. August 2003

Johnny Depp am Set von: Fluch der Karibik

Johnny Depp am Set von: Fluch der Karibik

Ricore Medien: Wie bereitet man sich auf eine Rolle vor, die sehr leicht zum Klischee werden kann?

Johnny Depp: Ich überlegte mir, womit man die Idee von Piraten im 18.Jahrhundert in der heutigen Zeit portieren könne. Ich kam auf die Idee, dass Piraten die Rockstars ihrer Ära waren. Geld war nicht das wichtigste für sie - ja, es war ganz nett, aber es ging ihnen mehr um Freiheit. Und ich dachte, okay, wer ist der größte Rockstar unserer Zeit? Für mich ist das zweifellos Keith Richards, und auf seine Weise ist Keith auch ein Pirat. So wurde Keith dann zur Basis meines Rolle. Als zweite Person erinnerte mich an die Zeichentrickfigur Pepe LePew. Pepe schaffte es immer wieder aus den unangenehmsten Situationen herauszufinden. Er lief zwischen den Regentropfen. Ich spielte also einen Mix aus Keith Richards und PepeLePew.

Ricore: Werden Sie leicht seekrank?


Johnny Depp: Nein, ich hätte diesen Film sonst nie machen können. Ich lebte auch auf einem Boot während der Dreharbeiten und fühlte mich so wohl, dass ich Schwierigkeiten hatte, an Land zu gehen. Ich war landkrank! Ein Boot ist unheimlich beruhigend, ich fühlte mich darauf wie im Bauch meiner Mutter.

Ricore: Wie werden Sie mit großer Hitze fertig, ein großes Thema im Film?


Johnny Depp: Ich musste mir darüber klar werden, wie stark Hitze Körper und Hirn beeinträchtigt. Ich ging deshalb viel in die Sauna und blieb viel zu lange. Kann ich niemand empfehlen! (lacht) Du kommst an den Punkt, wo du kurz davor bist ohnmächtig zu werden, innerlich fast zu kochen beginnst.

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