Interview: Mark Wahlberg zu zu The Italian Job - Jagd auf Millionen | FILMREPORTER.de
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Interview

Mark Wahlberg auf der Jagd: The Italian Job"
Das beste Diebesgut

Familienvater mit Geschichte

Als Mark Wahlberg noch als Markie Mark durch die Welt rappte, im heimischen Boston Gemüsehändler ausraubte und alten Damen die Handtasche klaute, um seine Drogensucht zu finanzieren, hätte ihm niemand zugetraut, dass er eines Tages zum ernstzunehmenden Schauspieler wird. Aber spätestens seit "Der Sturm" wissen wir, was er kann. Und auch wenn er als Hauptdarsteller keinen Film tragen kann, als Teil eines Ensembles - wie in "The Italian Job - Jagd auf Millionen" - macht er sich allemal gut.
Von  Elisabeth Sereda, Filmreporter.de, 12. November 2003

Mark Wahlberg, The Italian Job - Jagd auf Millionen

Mark Wahlberg, The Italian Job - Jagd auf Millionen

Ricore Medien: Was war das Beste, was Sie je gestohlen haben?

Mark Wahlberg: Ich habe in meinem Leben so vieles gestohlen, ich wüsste nicht wo ich anfangen soll! (lacht) Ich klaute immer, um etwas anderes damit zu kaufen oder es weiter zu verkaufen. Das meiste was ich je stahl, war Geld aus der Tasche meiner Mutter, aber ich will ihr das jetzt nicht zurückzahlen müssen. Ich habe viel geklaut, aber ich kann ehrlich sagen, dass ich es nicht mehr tue.

Ricore: Reden wir über eine andere Art der Bezahlung - dem Zahlen für Fehler, die man gemacht hat. Glauben Sie an dieses Karma, um das es auch im Film geht?

Wahlberg: Ich bin Katholik, daher glaube ich, dass einem nicht vergeben wird außer man vergibt den anderen. Und ich glaube an das Karma, denn ich zahle noch immer für eine Menge Fehler, die ich als dummer Jugendlicher gemacht habe. Die kommen immer wieder und verfolgen mich nach wie vor. Aber ich schätze mich sehr glücklich, dass mir nach und nach dafür verziehen wird - so wie auch Sie mir hoffentlich einige meiner Filme verziehen haben! (lacht)

Ricore: Bei den Fehlern Ihrer Jugend, sprechen Sie da von denen, die sie begangen haben, oder denen, die Ihnen zugefügt wurden?

Wahlberg: Vorwiegend von denen, die ich begangen habe. Natürlich ist auch mir Schlimmes zugefügt worden, aber ich habe kein Problem damit, jenen Leuten zu verzeihen. Eben auch weil ich glaube, dass mir nur dann auch verziehen werden kann. Vergebung ist keine Einbahn.

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