Interview: Liam Neeson zu zu 96 Hours | FILMREPORTER.de
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Interview

Liam Neeson in "96 Hours"
"Jeder Vater würde das Gesetz brechen"

Liam Neesons niedere Instinkte

In "96 Hours" spielt Liam Neeson den ehemaligen Geheimagenten Bryan. Durch die Entführung seiner Tochter verschiebt dieser seinen Ruhestand und begibt sich auf einen Rachefeldzug. Trauriges Detail am Rande: Während der Dreharbeiten in Paris 2007 sorgte der Entführungsfall der kleinen Madeleine McCann auch beim Filmteam für Unruhe und Besorgnis. Ihre fiktive Geschichte erhielt so einen realen Hintergrund. Auch sprach Neeson über geheimnisvolle Trainingstechniken der russischen Armee. Doch so richtig will er damit nicht rausrücken.
Von  Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de, 20. Februar 2009

Harter Brocken: Liam Neeson in "96 Hours"

Harter Brocken: Liam Neeson in "96 Hours"

Ricore: Ist es nicht sehr kalt für Sie derzeit in Berlin?

Liam Neeson: Oh ja, es ist sehr kalt. Es ist sogar kälter als in New York.

Ricore: Haben Sie diese Rolle gewählt, um etwas total Konträres zu Ihren bisherigen Rollen zu machen? Ich meine, sie foltern Menschen in diesem Film…

Neeson: Ja, etwas davon spielte schon mit. Aber vor allem sprach das Drehbuch den elfjährigen Jungen an, der noch immer in mir steckt. Ich finde, es ist es ein gut geschriebenes Drama und natürlich mag ich Luc Besson sehr gerne. Ich mag seine Art, Filme zu machen. Und ich dachte mir, ich sollte das machen, bevor ich zu alt werde. Der Held ist mit Ende 40 ja auch nicht mehr der Jüngste. Man musste mich nicht allzu lange fragen, die Rolle zu übernehmen.

Ricore: Sie dachten sich also, lass es mich jetzt tun oder nie?

Neeson: Ganz genau, ich weiß nämlich nicht, ob ich sowas in Zukunft nochmal machen werde oder kann. Ich bin immerhin schon 56 Jahre alt.

Ricore: War es Luc Bessons Idee, ausgerechnet Sie für diese Rolle zu engagieren?

Neeson: Ich weiß nicht genau, wie der Ablauf war. Klar habe ich mit dieser Rolle eine selbst aufgestellte Tradition gebrochen. Bisher war ich nicht gerade bekannt dafür, ein physischer Darsteller zu sein, das heißt, der viele Actionszenen zu spielen hat. Ich wollte das zwar immer machen, aber irgendwie kam die Gelegenheit nie. Jetzt war sie da.

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