Interview: Catherine Frot zu Ein Kuss von Beatrice | FILMREPORTER.de
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Catherine Frot, Martin Provost und Catherine Deneuve auf der Berlinale ("Ein Kuss von Beatrice")

Catherine Frot, Martin Provost und Catherine Deneuve auf der Berlinale ("Ein Kuss von Beatrice")

Catherine Frot: Leben wie Ebbe und Flut
Ricore: Der Weggang von Béatrice hat Teenager Claire verunsichert und geprägt?

Frot: Das ist mir erst gestern aufgefallen, als ich den Film das zweite Mal gesehen habe. Vorher hatte ich nie drüber nachgedacht. Claire hat als Jugendliche mit dieser Frau sehr viele schöne Dinge erlebt, von einem auf den anderen Tag war Béatrice dann verschwunden und der Vater ist gestorben. Das hat Spuren in Claire hinterlassen. Zumal sie immer daran erinnert wird, weil der Sohn dem Vater ähnelt.

Ricore: Fängt nach der Begegnung mit Béatrice für sie ein zweites Leben an?

Frot: Nicht unbedingt. Das Leben funktioniert wie Ebbe und Flut.

Ricore: Wie haben Sie sich auf die Geburtsszenen vorbereitet?

Frot: Zuerst hatte ich keine Lust auf eine spezielle Vorbereitung, mit Schauspielerei hat das nichts mehr gemeinsam. Ich habe mich dann überreden lassen, mir gemeinsam mit Martin Provost eine Geburt anzusehen. Ich fand das so schön, wie dieser kleine Kopf aus dem Körper der Mutter kam. Es war wie ein Wunder, und ich bin wirklich nicht gläubig. Anschließend habe ich dann ein Training bei einer Hebamme absolviert, damit die Handgriffe sitzen.

Ricore: Konnten Sie auch eigene Ideen einfließen lassen?

Frot: Nein, alles war im Buch angelegt. Catherine Deneuve und ich sind Schauspielerinnen, wir haben gespielt, was uns vorgegeben war.

Ricore: Wie war die Zusammenarbeit mit Catherine Deneuve?

Frot: Es war sehr einfach, mit ihr zu arbeiten, das war in der Figur bereits angelegt. Béatrice behauptet ja, eine ungarische Prinzessin zu sein. Als junger Mensch hat Claire sie idealisiert, dann kracht sie auf ihr Niveau runter als ihre wahre Herkunft publik wird. Trotzdem hat es etwas Irreales, mit Deneuve zu spielen. Andererseits ist sie schnell genervt, wenn man ihr zu viele Komplimente macht. Das finde ich großartig.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de - 11. Juni 2017

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