Interview: Juliette Lewis | FILMREPORTER.de
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Hinterlassen eine blutige Spur: Woody Harrelson und Juliette Lewis als "Natural Born Killers"

Hinterlassen eine blutige Spur: Woody Harrelson und Juliette Lewis als "Natural Born Killers"

Juliette Lewis: Ich träumte von Tanzen und Singen
Ricore Text: Wollten Sie schon immer Schauspielerin werden?

Lewis: Als Kind träumte ich von Tanzen und Singen und davon, Charaktere zu erschaffen und Geschichten zu erzählen. Es gab für mich keine Grenzen. Ich nahm Ballett-, Gesangs- und Gymnastikunterricht. Ich liebte Musicals, von denen ich mich inspirieren ließ. Mein Vater, der auch Schauspieler war (Geoffrey Lewis, Anm. der Red.], sagte mir immer, dass man für die Schauspielerei Vorstellungskraft braucht. Ich hatte immer ein Gefühl für andere Menschen, interessierte mich immer für die Erfahrungen und die Schmerzen anderer. Mit der Schauspielerei wollte ich in die Haut anderer Menschen schlüpfen und über Menschlichkeit reflektieren.

Ricore Text: Hat Ihr Vater Sie für die Schauspielerei ermutigt? Hatte er einen Rat für Sie?

Lewis: Mein Vater war kein Mann von Ratschlägen, aber er ermutigte seine Kinder für alle ihrer Interessen. Als ich "Flashdance" und "Fame - Der Weg zum Ruhm" sah, wollte ich unbedingt tanzen und singen. Also hat er mich für Gesangs- und Tanzstunden angemeldet. Als ich 15 Jahre alt war, schenkte er mir ein Buch über die schlimmsten weiblichen Mörder aller Zeiten. Aus heutiger Sicht mutet das fast prophetisch an [Lewis spielte 1994 in "Natural Born Killers" an der Seite von Woody Harrelson eine Mörderin; Anm. der Redaktion]

Ricore Text: Gibt es eine Rolle in Ihrer Karriere, die Ihnen besonders ans Herz gewachsen ist?

Lewis: "Ganz normal verliebt". Die Filme von Garry Marshall haben immer ein großes Herz. Sie bringen einen zum Weinen aber auch zum Lachen. Sie sorgen dafür, dass es einem nach dem Film gut geht. Ich spiele in "Ganz normal verliebt" eine geistig zurückgebliebene Frau, die nach Unabhängigkeit strebt. Ich konnte mich mit der Frau identifizieren, mit ihrer Beharrlichkeit, ihrer Entschlossenheit und ihrer Herzensgüte. Früher hätte ich diese Rolle nicht spielen können. Ich musste erst meine eigenen Kämpfe überstehen und meine eigene Freiheit finden.

Ricore Text: Vielen Dank für das Gespräch!
Alessandra Mattanza, Filmreporter.de - 8. November 2017

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