Interview: Kevin Spacey zu zu Das Leben des David Gale | FILMREPORTER.de
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Interview

Kevin Spacey über Menschenrechte, Todesstrafe und eine bessere Welt

Aus der Wut heraus

Seinen großen Durchbruch hatte Kevin Spacey (43) vor sieben Jahren, als er Kritiker und Zuschauer mit dem Krimi "Die üblichen Verdächtigen" - für den er seinen ersten Oscar erhielt - und David Finchers Thriller "Sieben" begeisterte. Seither kann sich Spacey seine Rollen aussuchen. In "Das Leben des David Gale" von Alan Parker spielt er einen Todeskandidaten, der in einem Wettlauf gegen die Zeit seine Unschuld beweisen muss.
Von  Johannes Bonke/Filmreporter.de, 12. März 2003

Laura Linney, Kevin Spacey in: Das Leben des David Gale

Laura Linney, Kevin Spacey in: Das Leben des David Gale

Ricore: Mr. Spacey, wie versetzt man sich in die Psyche eines Todeskandidaten?

Kevin Spacey: Ich führte sehr intensive Gespräche mit einer Professorin, einer vehementen Aktivisten gegen die Todesstrafe. Nicht nur, um ihre Beweggründe zu erfahren, sondern auch, wie ihr akademisches Leben mit ihrem Aktivismus zusammenhängt und was es für ihren Alltag bedeutet. Außerdem habe ich viele Bücher von Todeskandidaten gelesen, die darin ihre Erfahrungen oft drastisch geschildert haben. Regisseur Alan Parker war in dieser Beziehung eine wandelnde Bibliothek.

Ricore: Wie denken Sie persönlich über die Todesstrafe?

Spacey: Vor ungefähr zehn Jahren hatte ich die Chance, Clarance Darrow zu spielen, den größten und eloquentesten Juristen, der je gegen die Todesstrafe eintrat. Die Gespräche mit ihm haben mich sehr geprägt. Trotzdem habe ich diesen Film nicht gedreht, um mich für eine bestimmte Meinung stark zu machen. Ich persönlich musste ja noch nie Vergeltung für den Mord an einem geliebten Menschen fordern. Die Frage ist natürlich auch, ob diese Art des Einschläferns tatsächlich eine Strafe ist.

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