Interview: Ridley Scott zu Sir zu Black Hawk Down | FILMREPORTER.de
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Interview

Ridley Scott am Set zu Black Hawk Down
Schwarzer Falke unten: Interview mit Filmemacher Ridley Scott

Kein Krieg ohne Werbung

Amerika zieht wieder in den Krieg: "Black Hawk Down" von Ridley Scott und "We were Soldiers" mit Mel Gibson setzen den Helden von verlorenen Kriegen in Somalia und Vietnam ein Denkmal. Die politischen Hintergründe werden dabei weitestgehend ausgeblendet, das blutige Leinwand-Gemetzel konzentriert sich vielmehr auch den Bund der Männer in der Hölle der Schlacht. Kinolegende Ridley Scott (64), Regisseur von "Alien", "Blade Runner" und "Gladiator", geht auch in "Black Hawk Down" aufs Ganze. Das stundenlange Schlachtfest auf der Leinwand hinterlässt den Zuschauer erschöpft und überwältigt.
Von  Rico Pfirstinger/Filmreporter.de, 11. Oktober 2002

Szene aus: Black Hawk Down

Szene aus: Black Hawk Down

Ricore Medien: Mr. Scott, was war aus Ihrer Sicht der größte Unterschied zwischen der Arbeit an dem Historien-Epos "Gladiator" und dem Kriegsfilm "Black Hawk Down"?

Ridley Scott: Diesen Film hätte ich ohne meine Erfahrung in der Werbung niemals drehen können. Ich habe 2.500 Werbespots gemacht, dann Fernsehfilme und dann erst meinen ersten Kinofilm. Dabei lernt man Effizienz. Ohne meine Erfahrungen beim Schnitt der vielen Werbefilme hätte ich keinen Kriegsfilm machen können. Bei der Werbung geht es nur um kleine Bildhäppchen. Da lernt man sein Handwerk.

Ricore: Denken Sie bei der Auswahl Ihrer Stoffe in irgendeiner Form an das Publikum?

Scott: Nein, ich suche einfach möglichst neues Material, das mich unbedingt faszinieren muss. Ich möchte mich an etwas heranwagen, das ich zuvor noch nie ausprobiert habe. Das ist das verbindende Element für mich. Ich hatte mich nie zuvor mit dem römischen Imperium beschäftigt oder mit Christoph Columbus, und ich war nie in einem Krieg.

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