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8martin 

Drei Rivalen - EIn hoch aufgeschossener Mann

Der Titel passt zum Plot. Beide bewegen sich auf ausgetretenen Pfaden. Ein Standard Western der 50 Jahre mit dem ganzen Charme dieser Zeit, aber auch der drögen Einsilbigkeit der Handlung. Eine der über hundert gefühlten Schmonzetten mit Rinderherden Trecks. Die Großaufnahmen der Tiermassen schlucken die Spannung bis auf ein kleines Stück des Weges, als gegen Ende Indianer die Herde in einer Schlucht bedrängen.\r\nDie Brüder Ben (Clark Gable) und Clint (Cameron Mitchell) hatten zuvor einen Mr Stark (Robert Ryan) überfallen, der große Mengen Geld transportiert, machen aber mit ihm gemeinsame Sache. Der besteht darauf, dass auch seine Freundin Nella (Jane Russell) mit auf den Treck kommt. Es folgen die üblichen Reibereien unter den männlichen Kampfhähnen. Den Stand der Beziehungen zu den drei Rivalen besingt Nella jeweils in der mitgeführten Badewanne. Was in den 50er Jahren ein Hit wurde, wirkt heute arg angestaubt. Nella und Mr. Stark scheinen sich zu verstehen, bis Ben das singende Luder übernimmt, obwohl ihre gemeinsamen Lebensentwürfe überhaupt nicht zu einander passen. Clark Gable ist ja an sich nicht so sehr im Wilden Westen zu Hause, doch für Nella reicht es wohl. Wenn man sie hier in Aktion sieht, versteht man, wo ihre Pluspunkte liegen. Das vorhersehbare Happy End nach der obligatorischen Stampede löst Gähn Attacken aus. Bruder Clint wird von Indianern gefoltert und zum Heiligen Sebastian umgebaut. Man sieht nur das Ergebnis und dann wendet sich die Kamera ebenso wie die Zuschauer ab.\r\nBen und Mr Stark haben noch ein paar Überraschungen für einander, die der ältere Ben mit Großzügigkeit überwindet. Bleibt nur noch die Frage ‘Wer ist der hochgewachsene Mann‘, von dem im Originaltitel die Rede ist? Ben, der Nella kriegt oder Mr Stark der das Geld bekommt? Egal. Nur eines ist klar: sie ist auf alle Fälle die fleischgewordene Sünde, die in den 50er Jahren der Männerwelt den Kopf verdreht hat.\r\n
geschrieben am 20.12.2020 um 19:54 Uhr
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Tute04 

Lachsfischen im Jemen

geschrieben am 20.12.2020 um 17:09 Uhr
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8martin 

Nobody ist der Größte - Schales Trio

Es liegt nicht nur daran, dass Terence Hill ohne Bud Spencer halb so amüsant ist, sondern auch daran, dass Regisseur Damiano Damiani hier eigentlich Neuland betritt. Ihm hat doch der anspruchsvolle Mafia-Film Weltruhm gebracht. Hier wird einfach zu viel gequatscht, die Dialoge sind mäßig geistreich und die Handlung mäandert so zwischen Albernheiten und Revolverheldentum.\r\nDie fehlende Klopperei, die den Fans so viel Freude macht, weil sie auf hohem artistischem Niveau der Stuntmen geführt wird, muss Terence Hill durch Zaubertricks zu ersetzen versuchen. Das ist aber kein wirklicher Ersatz. Auch das Trio mit Nobody: Lucy (Miou-Miou) und Lokomotive Bill (Robert Charlebois) quält sich durch die Komik. Eine Verkleidung mit angeklebtem Bart bei Bill und ein Befreiungstritt in seine Eier von Lucy\r\nsind wirklich uralte Hüte. Klaus Kinsky hat einen für ihn uninspirierenden Part erwischt. Er ist weder zum Fürchten noch zum Lachen. Genau wie Raimund-der Seewolf-Harmstorf. Am Ende fragt man sich verwundert, welchen Film man da jetzt gesehen hat: Banknoten wurden gegen Papier hin und her getauscht und Geld an die Indianer verteilt. So gesehen ist Nobody ein ganz kleines Licht im Lampenladen. Und im Originaltitel taucht u.a. ein Huhn auf, im Film nicht. Insgesamt überhaupt ein kryptischer Schluss, der eine schales Gefühl hinterlässt. K.V.\r\n
geschrieben am 18.12.2020 um 18:12 Uhr
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mosquito 

Tucker - Ein Mann und sein Traum

geschrieben am 17.12.2020 um 08:09 Uhr
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Tute04 

SMS für dich

geschrieben am 16.12.2020 um 01:02 Uhr
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Tute04 

Jack Reacher

geschrieben am 16.12.2020 um 00:58 Uhr
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8martin 

Redemption - Stunde der Vergeltung - Die Ordensschwester und der Killer

Sowohl mit dem Originaltitel als auch mit der deutschen Version kann man so seine Probleme haben, wenn man beide in sinnvollen Bezug zum Film setzt. Redemption bedeutet alles andere als Vergeltung und Hummingbird ist der Kolibri. Das könnte sich auf die Aufnahmen aus der Vogelperspektive mittels Drohnen beziehen.\r\nJoey (Jason Statham) ist ein in Afghanistan traumatisierter Soldat, der sich hier der Strafverfolgung durch Flucht entzieht. Auf der Suche nach dem Mörder seiner Freundin Isabel taucht er unter und demonstriert in regelmäßigen Abständen, das was er am besten kann: allein gegen acht bis zehn Schläger die Unterwelt aufzumischen. Er arbeitet für Mr Choy (Benedikt Won) als Geldeintreiber später als Tellerwäscher.\r\nEtwas Tiefgang bekommt der Plot aber erst, und das macht den Reiz des Films aus, als Joey auf seiner Suche in einer Suppenküche der Ordensschwester Cristina (Agata Buzek) begegnet, die ihm weiterhelfen kann. Sie war zum Klosterleben gezwungen worden und will nun aber nach Afrika zur Missionsarbeit. Joey spendet für die Tippelbrüder. Für Schwester Cristina gibt es ein feuerrotes Abendkleid. Vorübergehend vergiss sie mal ihre Absichten als Ordensschwester und bedankt sich artig. Man sieht es nicht, kann’s nur ahnen. Dass Joey den Frauenmisshandler (Christian Brassington) findet und erledigt, versteht sich von selbst. Bevor sie sich trennen, posieren beide als Pieta, womit die Bedeutung von ‘Erlösung‘ ins Spiel kommt. Cristina hat aus Joey vorübergehend einen guten Menschen gemacht. Das tut sie mit einem gewissen zurückhaltenden Charme und bildet so eine Antipode zum Schläger und Killer Joey. Alles in allem nicht schlecht. Mehr als nur die übliche Klopperei als Transporter.\r\n
geschrieben am 04.12.2020 um 19:36 Uhr
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Tute04 

Total Recall - Kinoversion

geschrieben am 28.11.2020 um 14:10 Uhr
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8martin 

Der Gefangene von Alcatraz - Der Spatz und der Mörder

Der Film ist mehr als nur ein wahres Biopic des Mörders Robert Stroud, es ist ein Gefängnisklassiker der anderen Art, der bis auf den Schluss ohne Gewalt und ohne die sonst üblichen Ausbruchsversuche auskommt. Im Laufe seiner Leinwandkarriere hat Burt Lancaster jede erdenkliche Rolle gespielt egal ob Pirat oder Soldat, Indianer oder Zirkusartist. Er war im Western genauso zuhause wie als Grand Seigneur als Symbol einer untergehenden Epoche.\r\nJohn Frankenheimer hat einen sehr vielschichtigen Film gemacht. Hier verkörpert Lancaster den Mörder Stroud als intelligenten, äußerst sensiblen Menschen, der einen Fehler gemacht hat und im Laufe seines Lebens im Gefängnis ein anderer Mensch wird. Auf der vordersten Ebene läuft das Duell mit dem Gefängnisdirektor Shoemaker (Karl Malden) ab, einem verborten psychopatischen Idealisten. Da stehen Vorschriften gegen Menschlichkeit. Hier erkämpft sich Stroud eine Reihe von Privilegien. Auf einer weiteren Ebene spielt sich sein Umgang mit einem zugeflogenen Sperling ab: (Originaltitel Birdman). Stroud darf Käfige bauen, die Vögel brüten, er wird zu einem anerkannten Ornithologen. Auf einer dritten Ebene läuft sein Verhältnis zu seiner Mutter (Thelma Ritter) ab, die anfangs noch für seine Begnadigung kämpfte und sich aber schmollend zurückzieht, als er in Stella (Betty Field) eine herzensgute, aber auch geschäftstüchtige Frau findet. Ihr Abschied kann zu Tränen rühren. Vorschriften und Posten ändern sich bzw. werden neu besetzt, Strouds Privilegien werden eliminiert, er schreibt Bücher. Letztendlich landet er in Alcatraz. Hier rebellieren die Häftlinge. Seine Mutter will ihn lieber im Gefängnis sehen, denn als berühmten Vogelexperten, der verheiratet ist. Er wurde nie begnadigt.\r\nDer Strafvollzug steht hier ebenso auf dem Prüfstand, wie Gefühle in der Gefangenschaft. Die Vögel und Stroud teilen das gleiche Schicksal, beide wollen inzwischen kein anderes Leben mehr. Auch der freigelassene Spatz kommt wieder zurück. Was für ein grandioser Film. Die zwei ein halb Stunden vergehen wie im Flug.\r\n
geschrieben am 26.11.2020 um 19:41 Uhr
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8martin 

Das Morgan Projekt - Weibliche Killermaschine

In einem Labor gibt es Probleme, nachdem man einen Androiden erschaffen hat. Das Wesen heißt Morgan (Anya Taylor-Joy) und ist weder männlich noch weiblich. Es ist ein Es. Im Gespräch mit Dr. Grieff (Jennifer Jason Leigh) ist Morgan ausgerastet und hat sie schwer verletzt. Die Fachfrau für Risiko-Management, Lee Weathers (Kate Mara) kann nicht verhindern, dass Morgan fast den gesamten Mitarbeiterstab eliminiert: u.a. Dr. Ziegler (Toby Jones) oder Dr. Shapiro (Paul Giamatti). Nur Amy (Rose Leslie) bleibt von ihr verschont. Der Schocker, dass hier die Titelfigur von einer zierlichen jungen Frau gespielt wird, verflacht nach zwei packenden Duellen mit Lee Weathers allerdings. Die Mädels holzen bis der Arzt kommt. Und Morgen mordet monstermäßig weiter. Lee Weathers macht ihr am Ende den Garaus, obwohl lanzendurchbohrt.\r\nIm Gespräch mit den Wissenschaftlern hatte Morgan Gefühle wie Liebe und Einsamkeit gestanden. Auch dass sie keine Mutter hat, macht ihr zu schaffen. So muss am emotionalen Status von Morgan (Projekt Nr. 9) allerdings noch gearbeitet werden, sagen die Experten.\r\nBrian Cox hat in seinem Cameo das letzte Wort: Rückkehr zu Projekt 4, aber die erfolgreiche Lee Weathers ist fast perfekt. (Was das auch immer heißen soll.)\r\nAnya Taylor-Joy überzeugt mit handfesten Martial Arts Stunts, wobei sie zwischen Kindfrau und Killermaschine variiert. Das emotionslose blanke Gesicht mit den schwarzen Augen bleibt ebenso in Erinnerung wie ihr blutverschmierter Mund.\r\nDer Film erweckt keine falschen Hoffnungen und erzählt gradlinig von A nach B und bietet brauchbare Unterhaltung.\r\n
geschrieben am 21.11.2020 um 16:20 Uhr
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