Atlas Film
Kneecap (2024)

Kneecap

Rap, Rave & Rebellion!
Originaltitel
Kneecap
Regie
Rich Peppiatt
Darsteller
Móglaí Bap, Mo Chara, DJ Próvai, Josie Walker, Fionnuala Flaherty, Jessica Reynolds
Medium
Blu-ray
Im Handel ab
22.05.2025 bei Atlas Film
Kinostart Deutschland
Kneecap
Genre
Komödie
Land
Irland, Großbritannien
Jahr
2024
FSK
ab 16 Jahren
Länge
107 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brillant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Kurzweiliger Film in Ästhetik der Kneecap-Videos
Die Geschichte der Band Kneecap beginnt in einem Verhörzimmer der Polizei. Liam Óg Ó Hannaidh (Mo Chara) war zuvor mit Drogen erwischt worden. Beim Verhör weigert er sich beharrlich, Englisch zu sprechen. Also wird Musiklehrer JJ Ó Dochartaigh (DJ Próvai,) als Gälisch-Dolmetscher hinzugezogen. Der Rest ist Musikgeschichte.

Die Kindheitsfreunde Naoise Ó Cairealláin, Künstlername Móglaí Bap, Liam Óg Ó Hannaidh, bekannt als Mo Chara, werden von DJ Próvai, hinter dem Pseudonym verbirgt sich JJ Ó Dochartaigh, überredet, ihre eigenen Tracks zu produzieren.

In Belfast gründen die drei ihre eigene Hip-Hop Band. 2017 bringen sie ihre erste Single raus, ein Jahr später die erste LP. Ihre Texte schreiben und interpretieren sie sowohl auf Englisch als auch auf Gälisch. Sie geben sich darin als Anhänger des Republikanismus zu erkennen, einer radikalen Form des Nationalismus, die sich für die Wiedervereinigung von Irland und Nordirland einsetzt. Nicht nur in ihrer Heimat haben sie mit ihrer Musik und ihrer Einstellung Hunderttausende begeisterte Anhänger.
Stilistisch knüpft der sehenswerte und kurzweilige Film an die Ästhetik der Videos der Musikband Kneecap an. Schnell geschnitten, wild, verrückt und nimmt Regisseur Rich Peppiatt den Spirit der Musik und das Lebensgefühl der Drei auf, die den politischen Rap wieder ins Rampenlicht gerückt haben. Aber natürlich rappen sie auch über Sex, Frauen und Drogen.

Liam führt als Ich-Erzähler durch die Bandgeschichte. Die drei Musiker spielen sich in dem innovativen, vibrierenden semifiktionalen Biopic von Regiedebütant Peppiatt auch selbst. Der Film feiert seine umjubelte Premiere beim Filmfestival von Sundance 2024, wo der Film den Publikumspreis gewinnt. Zudem geht er für Irland ins Rennen um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Michael Fassbender spielt den untergetauchten Vater von Naoise. Der lebt immer noch in der Vergangenheit des Bürgerkrieges. Er hat ihm aber beigebracht, dass eine Nation mit der Sprache auch ihre Identität verliert. Und dies schimmert immer wieder durch, Nur noch 8.000 Einwohner von Belfast sollen heute noch Muttersprachlich Gälisch sprechen.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
Atlas Film, Kneecap Films Limited, Screen Market Research Limited ta Wildcard und The British Film Institute
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