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Die leisen und die großen Töne ("En fanfare", 2024)

Die leisen und die großen Töne

Originaltitel
En fanfare
Alternativ
The Marching Band (Intern. Titel)
Regie
Emmanuel Courcol
Darsteller
Benjamin Lavernhe, Pierre Lottin, Sarah Suco, Jacques Bonnaffé, Clémence Massart-Weit, Anne Loiret
Medium
Blu-ray
Im Handel ab
28.05.2025 bei good!movies
Kinostart Deutschland
Die leisen und die großen Töne
Genre
Komödie
Land
Frankreich
Jahr
2024
FSK
ab 0 Jahren
Länge
103 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brillant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Berührenden Drama von Emmanuel Courcol
Der gefeierte Dirigent Thibaut (Benjamin Lavernhe) bricht am Pult zusammen. Wenig später erhält er die niederschmetternde Diagnose. Er ist an Leukämie erkrankt und braucht einen Knochenmarkspender. Dabei hofft er auf seine Schwester Sabrina (Sarah Suco), doch schon folgt der nächste Schock. Er ist gar nicht mit ihr verwandt, sondern wurde adoptiert.

Seine Hoffnungen ruhen jetzt auf Jimmy Lecocq (Pierre Lottin), der im Norden Frankreichs in der Küche einer Fabrik jobbt, deren Arbeiter gegen die Verlagerung der Jobs nach Rumänien streiken. Thibauts bislang unbekannter Bruder macht Musik, er spielt Posaune im örtlichen Orchester, das einst von Bergarbeitern gegründet wurde. Langsam nähern sich beide an, Thibaut erhält die Spende. Und er erkennt, dass sein Bruder das gleiche Talent hat wie er.
Die Tragikkomödie feiert seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 2024. Regisseur Emmanuel Courcol orientiert sich für die Verortung der Geschichte am britischen Vorbild "Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten". Inhaltlichen Ähnlichkeiten mit dem schwedischen Drama "Wie im Himmel" um einen unheilbar kranken Stardirigenten, der einen Chor in der Provinz übernimmt, drängen sich ebenfalls auf.

Im Zentrum des feinfühligen, berührenden Dramas steht jedoch die Geschichte der Brüder, deren Berufsleben und Lebenschancen in Ihrer Kindheit und Jugend geprägt wurden. Thibauts Talent wurde gefördert, während Jimmys musikalisches Talent weitgehend unerkannt blieb. Der hat von klassischer Musik wenig Ahnung, sein Herz gehört der traditionellen Blasmusik, die in der Gegend noch immer hoch gehalten wird. Thibaut lernt sie als gelichwertig zu schätzen.

Unter dem Strich reiht sich der unterhaltende und kurzweilige Film mühelos unter die beliebten französischen Feel-Good-Komödien mit tragischem Kern ein. Mit ungeheurer Wärme und Herzlichkeit und mit ungeheurer Sympathie für ihre Protagonisten fangen sie die Sonnen- und die Schattenseiten des Lebens mit all ihren Schattierungen ein.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
 
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Pierre Lottin & Benjamin Lavernhe in "Die leisen und die großen Töne" ("En fanfare", 2024)
2026