Fritz Lang Sonderedition
Universum Film
Fritz Lang Sonderedition

Fritz Lang Sonderedition

Originaltitel
Fritz Lang Sonderedition
 
445 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Filmbox (Kauffassung)
Kaufstart
06.12.2004 ( ) bei Universum Film
 
3D
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HDR
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Ton
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 100 Minuten • Disc 1: Metropolis • Disc 2: Bonusmaterial zu Metropolis • Disc 3: Das Testament des Dr. Mabuse • Disc 4: M - Eine Stadt sucht einen Mörder
Der studierte Architekt und Maler Fritz Lang gilt als einer der Begründer des expressionistischen Kinos. Seine Filme belegen mit ihrem teilweise fast geometrischen Szenenaufbau und ihrer genauestens geplanten Choreographie die akademische Ausbildung des Regisseurs. Im Jahre 1926 dreht Lang mit "Metropolis" den bislang teuersten Stummfilm Deutschlands. Angeblich berauscht von seiner ersten Begegnung mit New York erschuf der Regisseur eine futuristische Stadt, deren Geschichte wie ein biblisches Babel mahnend wirken sollte. "Metropolis" markiert darüber hinaus den Beginn des sozialkritischen Science-Fiction und ist als Epochemachendes Meisterwerk auch heute noch im kollektiven cineastischen Gedächtnis präsent. Mit seinem ersten Tonfilm "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" gelingt Lang im Jahre 1931 ein weiteres avantgardistisches Werk. Mit "Das Testament des Dr. Mabuse" setze Lang die Geschichte seines Mabuse-Stummfilm fort. Der Psychothriller um einen genialen Verbrecher, der seine willenlosen Komplizen mit mittels Hypnose gewinnt, durfte während der NS-Zeit in Deutschland nicht gezeigt werden. Lang hatte aus Sicht der Nazis wohl zu viele Parallelen zur ihrer Ideologie gezogen.
Der Einsatz expressionistischer Stilmittel wie der gezielten Verwendung von Licht- und Schatteneffekten oder ungewöhnlichen Kameraeinstellungen sind typische Merkmale in Fritz Langs Schaffen. Das wird auch an den drei vorliegenden Meisterwerken deutlich. "Metropolis" ist ein Beleg für Langs unerschöpflicher Einfallsreichtum, "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "Das Testament des Dr. Mabuse" zeigen zudem, dass Lang auch handwerklich ein Meister seines Fachs war. So überraschen viele Szenen der über 60jährigen Meisterwerke auf Grund ihrer Detailtreue und präzisen Inszenierung auch heute nicht nur Cineasten.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
2021