Geister (Riget, 1994)
Koch Films
Geister (Riget, 1994)

Geister

Originaltitel
Riget
Alternativ
The Kingdom
Genre
TV-Serie, Horror, Mystery
Land /Jahr
Dänemark, Frankreich, Deutschland, Schweden 1994
 
280 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
- ( Kino Deutschland ) bei Koch Films
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsDVDs
Nur im Paket mit Teil 2: • Exklusiv produziertes Intro von Udo Kier • Audio-Kommentar • Behind-the-Scenes Dokumentation mit Darsteller-Interviews • Weitere Extras
kunstvolle Krankenhausserie von Lars von Trier
Im königlichen Reichskrankenhaus von Kopenhagen, dem größten Hospital des Landes, ist einiges los. Ein Stationsarzt recycelt im Keller gewinnbringendes Kokain, ein Schwedischer Oberarzt versucht verzweifelt eine verpfuschte Operation zu vertuschen und der Sohn des Chefarztes verliert dummerweise einen abgetrennten Kopf, den er sich zwecks privater Zurschaustellung ausgeliehen hatte. Als ob das alles nicht genug wäre, spukt es in dem Gemäuer gewaltig. Der amateurhaften Geistesjägerin Sigrid Drusse (Kirsten Rolffes) gelingt es zwar Kontakt mit einem verstorbenen Mädchen aufzunehmen, doch ihre Geistesaustreibungen führen nicht zum erwünschten Erfolg.

Die maroden Gemäuer der Klinik, deren Fundamenten auf uraltem Sumpfland stehen, bleiben fest im Griff des Bösen. Groteskes Mobbing und überzeichnete Intrigen unter der Belegschaft beweisen, dass trotz Zombies und Monsterbabys in diesem schrägen Hospital die größte Gefahr von den Menschen ausgeht.
Die gelungene Mischung aus skurrilem Horror und schwarzen Humor macht aus "Riget 1" und "Riget 2", so der dänische Originaltitel des zweiteiligen Fernsehfilms, eine bissige Persiflage auf die zahlreichen seichten Krankenhaus-Serien. Die schonungslose Darstellung von neurotischen oder kaltblütig berechnenden Ärzte ist als harsche Kritik am gottähnlichen Status der Schulmediziner zu werten. Die Mitte der 1990er Jahre produzierten "Geister" nehmen bereits die dramaturgischen Stilmittel vorweg, die Ende der Dekade in der Dogma-Bewegung münden sollten.

Lars von Trier kombiniert lange Kamerafahrten mit verwackelten Handkamerasequenzen, auch verzichtet er wie bom Dogma später gefordert auf den Einsatz künstlichen Lichts. Sowohl die semidokumentarische Optik der Bilder als auch der willkürliche Mix an Genreelementen irritieren, doch das ist gewollt. Lars von Triers "Geister" garantieren beste Unterhaltung nicht nur für intellektuelle Cineasten.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
Geister (Riget, 1994 bis 1997)
Koch Films
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsDVDs
2021