Tropfen auf heiße Steine
Tropfen auf heiße Steine

Tropfen auf heiße Steine

Originaltitel
Gouttes d' eau sur pierres brulantes
Genre
Drama, Drama
Land /Jahr
Frankreich 1999
 
82 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Leihfassung)
Verleih ab
23.08.2005 ( Kino Deutschland ) bei Pro-Fun Media
Regie
Darsteller
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
8,0 (2 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsDVDs
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Leopold Bluhm (Bernard Giraudeau), ein Geschäftsmann mittleren Alters und der junge Franz (Malik Zidi) lernen sich zufällig kennen. Beide fühlen sich voneinander angezogen und gehen am selben Tag miteinander ins Bett. Franz zieht bei Leopold ein und das ungleiche Paar beginnt bald, wie ein altes Ehepaar zu leben. Leopold bringt das Geld nach Hause und Franz kümmert sich mit jugendlichem Eifer um die Wohnung. Doch schon bald muss das Paar lernen, mit der sich bald einschleichenden Routine auszukommen. Die Reibereien mehren sich, bis eines Tages während Leopolds Dienstreise Franz von seiner ehemaligen Freundin Anna (Ludivine Sagnier) Besuch erhält. Auch jetzt wird keine Zeit verloren und nach dem Beischlaf munter über Nachwuchs gesprochen. Doch der Tanz der Mäuse währt nur so lange die Katze außer Haus ist. Bei Leopolds Rückkehr spitzt sich die Lage zu. Der Geschäftsmann entpuppt sich als bisexueller Sadist. Als schließlich auch noch seine ehemalige Freundin, die transsexuelle Vera (Anna Thomson) auftaucht, kommt es zu einem regelrechten Psychokrieg.
"Tropfen auf heiße Steine" ist François Ozons dritter Spielfilm. Nach "Sitcom" und "Les Amants criminels" wartet das Enfant Prodigue des französischen Kinos mit einem kammerspielartigen Drama nach Theatervorlage von Rainer Werner Fassbinder auf. Unübersehbar ist die Nähe zwischen den zwei Regisseuren: Beide lieben Provokationen, thematisieren in Ihren Filmen immer wieder homosexuelle Thematiken und von ihrer Produktivität können andere Filmemacher nur träumen. Ozon gewährt einen tiefen Einblick in die Mäander der menschlichen Seele und in jenen Ausnahmezustand, der sich Liebe nennt. Trotz Humor und Tanzeinlagen wie in "8 Frauen" ist Ozons Drama ein beklemmendes Zeugnis der Schwierigkeiten des Zusammenlebens. Gleichzeitig ist das Drama eine Hommage an das deutsche Autorenkino und das durch Fellteppiche, braune Tapeten und Groschenhefte geprägte Deutschland der siebziger Jahre.
Carlo Avventi/Filmreporter.de
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2021